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Estklässler auf dem Weg zur Schule (Symbolbild)

Hintergrund des Streits ist ein Brief, in dem die SPD Zirndorf den neuen Grundschülern viel Spaß für den neuen Lebensabschnitt wünscht - und zeitgleich darauf hinweist, dass die Partei für Kitas und Schulen in der Stadt viel getan habe und dass die Kinder ihren Eltern doch empfehlen sollen, bei der bayerischen Landtagswahl im Oktober die Sozialdemokraten zu wählen.

SDP verteidigt die Aktion

Freie Wähler und CSU reagierten empört und schalteten die Rechtsaufsicht ein. Bei der Aktion handele es sich um Wahlmanipulation, so der Vorwurf. Dabei gebe es die Aktion "Brotdosen für die Schulanfänger", in deren Rahmen die Briefe verteilt wurden, schon seit zehn Jahren und auch andere Parteien würden ähnlich Wahlwerbung machen, so SPD-Ortsvorsitzender Markus Trautmann.

Parteien beharken sich auf Facebook

Der Pressesprecher der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Franz Stangl, kommentierte bei Twitter: "Ein Loblied auf das bayerische Bildungssystem, in dem die Erstklässler bei der Einschulung schon Wahlaufrufe lesen können. Da muss die CSU mit ihrer Bildungspolitik alles richtig gemacht haben."

Die Freien Wähler kritisierten auf Facebook: "Es ist unglaublich, was sich diese SPD in Zirndorf herausnimmt. Wahlwerbung auf Kosten unserer Kinder."

Die SPD reagierte auf den Facebook-Post der Freien Wähler mit Verwunderung - schließlich seien die in dem Brief erwähnten Schulen und Kindergärten eben keine Selbstverständlichkeit. Die Wahlwerbung sei eben durch die bevorstehenden Landtagswahlen begründet und wegen dieser würde man nun heftig und "teilweise unter der Gürtellinie" angegriffen. Dennoch werde man auch zukünftig "die Erstklässler mit der Brotdosen-Aktion erfreuen".