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SPD kritisiert Minister Glauber wegen fehlendem Schutz vor Radon | BR24

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Radon.

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    SPD kritisiert Minister Glauber wegen fehlendem Schutz vor Radon

    Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas und kann Lungenkrebs verursachen. Der Stoff lagert in weiten Teilen Bayerns im Boden. Doch das Umweltministerium tue zu wenig für den Schutz der Bevölkerung, kritisiert die Landtags-SPD.

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    Von
    • Eva Eichmann

    Florian von Brunn, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, wirft Umweltminister Thorsten Glauber vor, Gesundheit und Leben der Menschen in Bayern zu riskieren. Bis Ende des Jahres 2020 hätte das Ministerium sogenannte Vorsorge-Gebiete ausweisen müssen, in denen die Radon-Konzentration im Boden besonders hoch ist. Das aber sei nicht passiert, kritisiert von Brunn. Das neu gefasste Strahlenschutzgesetz des Bundes hat von Brunn zufolge den Bundesländern bis zum 31.12.2020 die Ausweisung vorgeschrieben.

    Gesundheitsschutz für Hausbesitzer, Mieter und Arbeitnehmer

    Von Brunn bezeichnete dem BR gegenüber das Verhalten des Umweltministers als "verantwortungslos und nicht nachvollziehbar". Er wünsche sich, dass der Schutz der Menschen möglichst schnell umgesetzt werde, so von Brunn.

    Gefahr von Lungenkrebs durch Radon

    Wenn Radon eingeatmet wird, können die Zellen der Lunge geschädigt werden. Langfristig steigt damit die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. In Radon-Vorsorgebieten gelten deshalb strenge Schutzvorgaben für Neubauten und Firmen. Beispielsweise müssen hier Keller besonders abgedichtet werden, damit das Gas nicht unbemerkt in die Raumluft gelangt. Unternehmen müssen regelmäßig die Werte in der Luft messen und die Arbeitnehmer besonders schützen. Das Bundesamt für Strahlenschutz schätzt, dass rund zehn Prozent der Häuser in Deutschland ein Radon-Problem haben. Laut Landesamt für Umwelt sind in Bayern besonders Ost- und Südbayern betroffen.

    Umweltministerium nennt keinen Termin

    Auf die Anfrage des SPD-Politikers antwortete das Umweltministerium, die Radon-Vorsorgegebiete würden festgelegt, "wenn alle relevanten Daten vorliegen". Wann das sein wird, ist derzeit noch unbekannt.

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