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SPD-Basis unzufrieden: Oberpfalz fordert Doppelspitze | BR24

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Keine zehn Prozent der Wähler machten bei der Landtagswahl ihr Kreuz bei der SPD. Auf ihrem Landesparteitag will die SPD einen Weg aus der Krise finden. Wie der für die Parteibasis aussehen könnte?

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SPD-Basis unzufrieden: Oberpfalz fordert Doppelspitze

Die Bayern-SPD wählt dieses Wochenende ihren Landesvorstand neu. Der Oberpfälzer Bezirksvorstand wird dabei den Antrag auf eine Doppelspitze stellen. Kommt der Antrag durch, wird Natascha Kohnen die Bayern-SPD nicht mehr alleine führen.

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Das desaströse Wahlergebnis und der Umgang damit beschäftigt die SPD-Basis. Daher wird der Landesvorstand um Natascha Kohnen am Parteitag der Bayern-SPD in Bad Windsheim wohl mit Gegenwind rechnen müssen. Geht es nach dem Oberpfälzer Bezirksvorstand, soll in Zukunft eine Doppelspitze die Bayern SPD führen, so wie bei den Grünen. Ein entsprechender Antrag soll am Parteitag gestellt werden. Für Sebastian Koch, stellvertretender SPD-Bezirksvorsitzender in der Oberpfalz und Mitglied des Landesvorstands, muss sich die Partei grundlegend verändern.

"Insofern meine ich nicht, dass es jetzt zielführend wäre, einfach die Spitze der Bayern-SPD auszutauschen. Aber klar ist auch: Wir müssen uns insgesamt als SPD hinterfragen. Und wir müssen definitiv eine Organisations- und Strukturreform einleiten. Und die muss sehr, sehr entschieden kommen." Sebastian Koch, stellv. SPD-Bezirksvorsitzender in der Oberpfalz und Mitglied des Landesvorstands

Das schlechteste Ergebnisse bei der Bayerischen Landtagswahl im vergangenen Herbst hatte die Bayern-SPD in Niederbayern eingefahren: 6,3 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen auf die Sozialdemokraten. Auch in der Oberpfalz waren die Verluste massiv: Hier verloren die Sozialdemokraten zehn Prozent in der Wählergunst.

Die Basis macht mobil

Auch altgediente SPD-Mitglieder sind für Veränderung und eine Verjüngung in ihrer Partei. Walter Adam zum Beispiel. Der 75-Jährige gebürtige Abensberger ist seit einem halben Jahrhundert bei den Sozialdemokraten. Er ist gegen die jetzige Vorsitzende der Bayern-SPD, Natascha Kohnen.

"Sie ist vor allen Dingen etwas, was ihr in Bayern keine Stimmen bringt: Sie ist überhaupt nicht bodenständig. Und in Bayern braucht man jemand, der Boarisch redt. Und der weiß, wie die Bayern denken und welche Sturköpfe das sind. In Wirklichkeit gute Menschen, aber es ist schon eine Herausforderung." Walter Adam, SPD-Mitglied

Eine Verjüngung sei aber nicht das Geheimrezept, dass alles wieder besser werde, sagt Matthias Jobst. Der 31-jährige Regensburger hätte allen Grund dazu, sauer auf die Arbeit des Landesvorstands zu sein. Bei der vergangenen Landtagswahl trat Jobst als SPD-Direktkandidat im Landkreis Regensburg an. Mit fast 7 Prozent der Stimmen reichte es nur für den 5. Platz.

"Landespolitisch muss man sich einfach fragen, ob die Art der Kampagne, die man gefahren hat, die Leute in irgendeiner Form für die SPD begeistern konnte. Ich fand die ein Stück weit viel zu defensiv, unpolitisch." Matthias Jobst, SPD-Mitglied

Aber: Das sei nicht die Schuld von Spitzenkandidatin Kohnen alleine. Auch die Bundespolitik habe sich auf das Ergebnis ausgewirkt. Für Jobst gilt daher: aus den Fehlern lernen und "Back to the roots" - zurück zur alten Arbeiterpartei.

Kann sich Kohnen halten?

Die Bayern-SPD wählt dieses Wochenende in Bad Winsheim ihren Landesvorstand. Es kann zur Kampfabstimmung kommen. Geht der Antrag der Oberpfälzer durch, wird Natascha Kohnen die Bayern-SPD nicht mehr alleine führen. Nach dem schlechten Abschneiden bei der Bayerischen Landtagswahl im vergangenen Jahr stand die Landesvorsitzende massiv in der Kritik. Einen Rücktritt schloss Kohnen aber schon im Vorfeld aus.

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Die Bayern-SPD wählt dieses Wochenende ihren Landesvorstand neu. Der Oberpfälzer Bezirksvorstand wird dabei den Antrag auf eine Doppelspitze stellen. Kommt der Antrag durch, wird Natascha Kohnen die Bayern-SPD nicht mehr alleine führen.