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Spaziergänger bekommen Stromschläge unter Hochspannungsleitung | BR24

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Die bekommen die Einwohner von Niederaichbach immer wieder - und bisweilen sogar so stark, dass der Bürgermeister Angst um Menschen mit Herzschrittmachern hat. Als Ursache gilt eine Stromleitung von Tennet.

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Spaziergänger bekommen Stromschläge unter Hochspannungsleitung

Wer in der Nähe von Niederaichbach im Kreis Landshut spazieren geht, kann von leichten Stromschlägen getroffen werden. Jetzt hat der TÜV das Phänomen bestätigt. Abgestellt werden kann die Hochspannung aber erstmal nicht.

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Unter einer Hochspannungsleitung bei Gadham in der Nähe von Niederaichbach (Lkr. Landshut) werden Spaziergänger immer wieder von leichten Stromschlägen getroffen. Nun hat eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene TÜV-Studie ergeben, dass die zulässigen Grenzwerte der elektrischen Feldstärke um mehr als das Doppelte überschritten werden.

Regenschirm macht Stromschläge sichtbar

Ins Rollen gebracht hatte die Angelegenheit Anwohner Matthias Oberhofer. Immer wieder verspürten er und Nachbarn Stromschläge in den Füßen unter der 380 KV Leitung. Mit einem ganz normalen Regenschirm macht er die Probleme jetzt auch hör- und sichtbar.

Nicht nur unangenehm und teilweise schmerzhaft fühlen sich die Stromschläge an, sie können auch zu einem Gesundheitsrisiko werden - etwa für Menschen mit Herzschrittmacher.

Behebung des Problems kann dauern

Niederaichbachs Bürgermeister Josef Klaus (VSU) war alarmiert und gab mit der Gemeinde eine TÜV-Studie in Auftrag, die die deutliche Überschreitung der Grenzwerte jetzt bestätigt. Auch Netzbetreiber Tennet kommt inzwischen zu ähnlichen Ergebnissen. Pressesprecher Markus Lieberknecht erklärte auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, das Problem sei auf eine Phasenänderung an der Leitung zurückzuführen. Das soll wieder geändert werden, könne aber noch dauern. Weil dazu die wichtige Stromleitung, die weite Teile Münchens mit Strom versorgt, abgeschaltet werden müsse.

Niederaichbach Endpunkt des Südostlinks

Besonders pikant: Nach jetzigem Stand ist Niederaichbach als Endpunkt des umstrittenen Südostlinks geplant, der durch die Oberpfalz und Niederbayern verlaufen soll. Niederaichbach soll der Standort von großen Konverteranlagen werden, die den Gleichstrom in das bestehende Wechselstromnetz einspeisen und weitertransportieren.

Anwohner Matthias Oberhofer bezweifelt allerdings, dass sich die Pläne von Netzbetreiber Tennet mit dem bestehenden Stromnetz umsetzen lassen.

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Unter einer Hochspannungsleitung bei Gadham in der Nähe von Niederaichbach im Kreis Landshut werden Spaziergänger immer wieder von leichten Stromschlägen getroffen. Nun hat eine TÜV-Studie ergeben, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten werden.

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