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Spargelsaison endet in Schwaben früher als sonst | BR24

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Mit dem Pfingstwochenende haben viele große Spargelbauern im Wittelsbacher Land die Saison beendet. Spargelbauer Paul Limmer erklärt das frühe Ende der Ernste.

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Spargelsaison endet in Schwaben früher als sonst

Die Spargelsaison im Wittelsbacher Land geht zu Ende - zumindest bei den meisten Anbaubetrieben. Früher als sonst legen die Spargelbauern heuer die Stechkelle weg. Grund ist der frühe Saisonbeginn.

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Mit dem Pfingstwochenende haben viele große Spargelbauern im Wittelsbacher Land die Saison beendet. Der frühe Start in die Saison, der bereits Ende März erfolgte, zieht dieses frühe Ende nach sich. Weil die Ernte des edlen Gemüses 60 Tage nicht überschreiten sollte, haben viele Erzeuger jetzt die Saison bereits beendet. Sonst, so Spargelbauer Paul Limmer, würde die Pflanze für das folgende Jahr geschwächt. Nur einige größere Betriebe mit späten Sorten verkaufen noch weiter. Dort wird bis zum 22. Juni geerntet, also einen Tag vor dem traditionellen Ende am Johannitag.

Weniger Spargel in guter Qualität

Insgesamt sei es ein gutes Spargeljahr gewesen, bilanziert Thomas Schuster vom Gartenbauzentrum Friedberg. Die Qualität der Stangen sei gut gewesen, der Ertrag zwar geringer, dafür aber der Preis hoch, sagt der Experte. Heuer sei der Spargel mit rund sieben Euro pro Kilogramm am Großmarkt gehandelt worden - zum Vergleich: 2018 waren es gerade mal zwei Euro. Da sei der Preis aufgrund der hohen Erträge in den Keller gefallen, erklärt Schuster. "Viel Spargel heißt viel Erntekosten und wenig Gewinn".

Welche Sorten bringen die besten Leistungen?

Thomas Schuster vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg leitet einen sogenannten Landessortenversuch im Spargelland zwischen Aichach und Schrobenhausen. Dafür werden verschiedene Sorten auf höchsten Ertrag und beste Qualität hin getestet, 20 Merkmale werden untersucht.

Insgesamt gibt es im Wittelsbacher Land rund 35 Betriebe, die Spargel anbauen. "Wir haben Spargelerzeuger mit 2 Hektar Fläche und solche mit 500 Hektar Spargelanbau". Auch wenn es schwer sei, die Betriebe miteinander zu vergleichen - 2019 könne man zufrieden sein mit der Spargelernte, sagt Schuster.