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Suedlink: "Startschuss" für den endgültigen Verlauf der Trasse | BR24

© BR/Norbert Steiche

Der Netzbetreiber Tennet hat am Vormittag über den Stand zur Stromtrasse SuedLink informiert. Dabei wurde ein "Vorschlagskorridor" präsentiert, die endgültige Entscheidung zum Verlauf steht noch aus. Sicher ist: Eine Trasse endet in Grafenrheinfeld.

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Suedlink: "Startschuss" für den endgültigen Verlauf der Trasse

Der Netzbetreiber Tennet hat am Vormittag über den Stand zur Stromtrasse SuedLink informiert. Dabei wurde ein "Vorschlagskorridor" präsentiert, die endgültige Entscheidung zum Verlauf steht noch aus. Sicher ist: Eine Trasse endet in Grafenrheinfeld.

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Die Präsentation in Berlin fand am Vormittag statt, ursprünglich sollte bis 18 Uhr eine Sperrfrist für die Berichterstattung gelten. Weil die Inhalte schon kurz nach der Pressekonferenz durchsickerten, ließ Tennet die Sperrfrist schließlich fallen. Wer Informationen über den endgültigen Verlauf der Stromautobahn für Windstrom vom Norden in den Süden erwartet hat, wurde enttäuscht. Tennet präsentierte die Ergebnisse von Untersuchungen zu Korridorvarianten und gab damit nach eigener Aussage den "Startschuss für endgültige Entscheidung" über den Verlauf.

Suedlink: "Startschuss" für den endgültigen Verlauf

Klar ist nun: Die Stromtrasse wird auf einer Länge von 135 Kilometern durch Bayern führen. Es hatte sich bereits abgezeichnet, welcher Korridor als der geeignetste ausgewählt wurde – hinsichtlich der Vereinbarkeit mit Natur und Siedlungen, aber auch aus bautechnischer Sicht: Tennet will die Trasse von Süd-Thüringen her nach Unterfranken führen und dabei die Rhön im Osten umgehen, durch das Streutal und dann entlang der A71.

Grafenrheinfeld als wichtiges Etappenziel

In Eußenhausen bei Mellrichstadt hat eine Bürgerinitiative erreicht, dass kein Wasserschutzgebiet tangiert wird. Insgesamt sind die Proteste abgeflaut, seit angekündigt war, durchgängig auf Erdverkabelung zu setzen und nicht mehr auf Strommasten. Anders sieht das allerdings rund um Schweinfurt aus. Denn wichtiges Etappenziel für die Gleichstromtrasse war und ist wie bei allen anderen Varianten Grafenrheinfeld, wo das Kernkraftwerk bereits abgeschaltet ist. Von hier aus soll der Windstrom aus dem Norden in ganz Bayern über die Infrastruktur verteilt werden, der vom abgeschalteten Atommeiler stammt.

Proteste in Bergrheinfeld gegen Strommasten

Im benachbarten Bergrheinfeld würde das für ein Umspannwerk noch mehr Strommasten bedeuten. Landwirte hatten dagegen Mitte November 2019 bei einem Besuch von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier protestiert - mit einer Parade von rund 50 Traktoren.

Tennet will Bürgermeister informieren

Von Grafenrheinfeld bei Schweinfurt wird die Gleichstromtrasse dann noch weiter nach Großgartach in Baden-Württemberg geführt, also in die Nähe von Heilbronn. Der bevorzugte Korridor dafür führt von Schweinfurt aus westlich von Würzburg und quert dafür bei Karlstadt den Main. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden will Tennet heute um 18 Uhr in Würzburg informieren. Die Pläne gehen jetzt an die Bundesnetzagentur. Sie entscheidet voraussichtlich bis Jahresende über den endgültigen Verlauf von SuedLink.