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Bildrechte: picture alliance / Bildagentur-online/Begsteiger

Am Wochenende sind in den sozialen Medien Aufnahmen einer Überwachungskamera verbreitet worden. Sie zeigen einen Mann, der im Regensburger Westen durch Wohnungsfenster junge Frauen beobachtete. Die Polizei sucht jetzt nach dem Unbekannten.

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Spanner in Regensburg: Opfer posten Bilder des Täters

Die Opfer eines Spanners in Regensburg haben im Internet Bilder des vermeintlichen Täters veröffentlicht. Eine der betroffenen Frauen erzählt BR24, wie sie wiederholt von dem wohl immer gleichen Mann beobachtet wurde.

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Von
  • Zara Kroiß
  • Uli Scherr
  • BR24 Redaktion

Katharina wohnt im Westen von Regensburg. Eigentlich eine eher gehobene Wohngegend. Das erste Mal hat Katharina vor zwei Jahren bemerkt, dass jemand sie durchs Fenster beobachtet. Erst dachte sie noch, der Wind ruckele an ihren Rollläden, aber dann bestätigte ihr ein Nachbar, dass er den Spanner gesehen hätte, wie er durch ihr Fenster geschaut habe.

Opfer von unbekanntem Spanner installierte Webcam

Nachdem der unbekannte Spanner im vergangen Jahr ein zweites Mal auftauchte, ergriff die 26-Jährige selber die Initivative. Sie besorgte sich eine Überwachungskamera und es gelang ihr tatsächlich, den Mann zu filmen.

"Ich habe dann eine Push-Nachricht auf mein Handy bekommen, Alarm. Und dann habe ich das geöffnet und gesehen, dass da wirklich draußen wer steht." Katharina, 26, Spanner-Opfer

Dieses Video wurde in den sozialen Netzwerken verbreitet und sehr oft geklickt. Mittlerweile ist es aus Datenschutzgründen gelöscht worden. Trotzdem meldeten sich Katharina zufolge ein gutes Dutzend Frauen bei ihr, denen in den letzten Jahren Ähnliches passiert ist – alle Opfer aus dem gleichen Stadtteil.

Polizei sucht Zeugen - Verunsicherung im Westen der Stadt

Am Mittwoch hat auch die Regensburger Polizei reagiert und einen Zeugenaufruf gestartet. Bisher ist es den Beamten nicht gelungen, die Identität des Unbekannten herauszufinden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln, es laufen Strafverfahren wegen des Verdachts der Nachstellung und des Hausfriedensbruchs.

Die Frauen im Regensburger Westen sind ohnehin verunsichert. Denn im November 2020 hatte ein unbekannter Täter im dort gelegenen Donaupark eine Radfahrerin überfallen und vergewaltigt. Der Täter wurde bisher nicht gefasst. Mehr noch: Derselbe Mann steht der Polizei zufolge im Verdacht, drei weitere Frauen in Regensburg sexuell belästigt zu haben.

Um dem Täter auf die Spur zu kommen, startete die Polizei Anfang dieses Jahres in dem Stadtviertel dann einen DNA-Reihentest. Insgesamt 200 Männer, die meisten aus dem Stadtteil, wurden aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Ein Ergebnis liegt bislang noch nicht vor.

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