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Späte Entschädigung für Walter-Bau-Mitarbeiter in Augsburg | BR24

© dpa / Stefan Puchner

Die Mitarbeiter des Augsburger Baukonzerns Walterbau warten immer noch auf Geld aus Thailand.

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    Späte Entschädigung für Walter-Bau-Mitarbeiter in Augsburg

    Seit über zehn Jahren läuft das Verfahren um den Pleite gegangenen Baukonzern Walter Bau. Der Grund: Für Entschädigungen muss auch mit dem Königreich Thailand verhandelt werden. Jetzt könnte es endlich Geld für die Mitarbeiter geben.

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    Es geht um 44 Millionen Euro und um hohe Entschädigungszahlungen für die 4.100 Mitarbeiter. Die warten seit über zehn Jahren darauf, dass ihre Ansprüche nach der Insolvenz des schwäbischen Baukonzerns Walter Bau erfüllt werden. Laut Sozialplan bekämen sie eine Entschädigung. Walter Bau war in Bangkok an einem Mautstraßenprojekt beteiligt und eigentlich steht dem Unternehmen daraus noch Geld zu – bislang kam das aber nicht bei der Mitarbeitern an.

    Zahlungspflicht liegt in Thailand

    Allerdings sitzen die Zahlungspflichtigen in diesem Fall am anderen Ende der Welt: Das Königreich Thailand wurde vom Bundesgerichtshof verurteilt, 44 Millionen Euro zu bezahlen. Grund dafür war ein Mautstraßenprojekt in Bangkok, an der Walter Bau beteiligt war – und für das bisher kein Geld gezahlt wurde.

    Bald Geld für die 4.100 Mitarbeiter von Walter Bau?

    Wie der BR von Seiten des Insolvenzverwalters jetzt erfuhr, konnten bei den Rechtsstreitigkeiten wichtige Fortschritte erzielt werden. Erst kürzlich habe es zwei positive Gerichtsentscheidungen zugunsten des Insolvenzverwalters gegeben, so ein Sprecher.

    Auszahlungen noch dieses Jahr möglich

    Der Insolvenzverwalter Werner Schneider hofft, dass im Laufe dieses Jahres mit den Auszahlungen begonnen werden könne, wenn auch das letzte Urteil gesprochen ist:

    "Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten wir schon zum Beginn des vergangenen Jahres auszahlen können, da das Insolvenzverfahren weitgehend abgeschlossen war. Aber die laufenden Verfahren standen dem im Weg." Insolvenzverwalter Werner Schneider.

    Königliches Flugzeug gepfändet

    Allein die Prozesskosten belaufen sich mittlerweile auf über zehn Millionen Euro. Für Aufsehen sorgte der Fall im Jahr 2011: Um die Gesamtsumme einzutreiben, ließ der Insolvenzverwalter damals in München ein Flugzeug des heutigen thailändischen Königs pfänden.