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Spaenles 10-Punkte-Plan gegen Antisemitismus | BR24

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Der Antisemitismusbeauftragte der Staatsregierung, Ludwig Spaenle, hat nach 100 Tagen im Amt eine erste Bilanz gezogen. Höchste Priorität hat für ihn die Einrichtung einer Meldestelle für antisemitische Vorfälle.

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Spaenles 10-Punkte-Plan gegen Antisemitismus

Seit Mai ist der ehemalige Kultusminister Ludwig Spaenle Antisemitismusbeauftragter der Staatsregierung: Heute hat er seinen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt.

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Ob Beschimpfungen im Netz oder Angriffe auf der Straße – Antisemitismus ist vielschichtig. In Bayern hat es im ersten Quartal dieses Jahres schon 43 antisemitische Straftaten gegeben. Bundesweit haben die Vorfälle zugenommen, das belegen Zahlen der Bundesregierung. Diesem negativen Trend will Ludwig Spaenle, erster Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Staatsregierung, entgegenwirken. Seit Mai ist er im Amt.

„Es ist eigentlich schade, dass, wenn man eine Aufgabe übernimmt, dass es einen negativen Urgrund hat. Aber es geht letztlich darum, dass wir eine Kultur des Hinschauens entwickeln.“ Ludwig Spaenle

Wer sieht, dass Juden belästigt werden, kann sich demnächst per Mail oder Hotline an die Meldestelle für antisemitische Vorfälle wenden. Hier werden Betroffene beraten und alle Ereignisse registriert, ob strafrechtlich relevant oder nicht. Spaenle verspricht sich davon, "Antisemitismus in seinen Ausprägungen im Alltag sichtbar zu machen" und dadurch Ansätze zu finden, wie man dagegen vorgehen kann.

Erinnerungskultur pflegen

In Schulen soll das Thema Antisemitismus verstärkt behandelt werden. Zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit sollen Konzepte entwickelt werden.

Mit einer Dialogreihe an der Ludwig-Maximilians-Universität München will Spaenle außerdem die Erinnerungsarbeit fortsetzen. "Der Antisemitismus kommt mittlerweile in den unterschiedlichsten Gewändern daher und paart sich im hohen Maße mit Israelfeindlichkeit", sagt Spaenle. "Wir sind dafür verantwortlich, dass nie wieder ein Unrechtsregime wie das der Nationalsozialisten in Deutschland aufgebaut wird."

Teil seines "Zehn-Punkte-Planes" sind darüber hinaus ein israelisch-bayerisches Jugendwerk und ein ständiger Runder Tisch zum Thema Antisemitismus. Außerdem hat Spaenle vor, die Archive jüdischer Gemeinden in Bayern zu digitalisieren.

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Seit drei Monaten ist der frühere bayerische Kultusminister Spaenle Antisemitismus-beauftragter der Staatsregierung. Heute zog er eine erste Bilanz und stellte seine Pläne für die nahe Zukunft vor.