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Bosch Rexroth ist der größte Arbeitgeber im Landkreis Main-Spessart. Die Gießerei in Lohr soll jetzt grundlegend modernisiert werden.

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    Sozialplan beschlossen: Gießerei in Lohr wird modernisiert

    In Lohr am Main ist der Weg frei für die geplante Modernisierung der Bosch Rexroth Gießerei. 56 Stellen werden bis Ende 2025 abgebaut. Für die Betroffenen wurden ein Sozialplan und ein Interessenausgleich auf den Weg gebracht.

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    Von
    • Sylvia Schubart-Arand
    • BR24 Redaktion

    Bosch Rexroth ist der größte Arbeitgeber im Landkreis Main-Spessart. Am Firmensitz in Lohr am Main beschäftigt der Konzern derzeit rund 5.500 Menschen, 460 davon in der Gießerei. Die Gießerei soll nun umfassend modernisiert werden, was auch mit einem Stellenabbau einhergehen wird. 56 statt der zunächst angekündigten rund 60 Arbeitsplätze sollen bis Ende 2025 abgebaut werden. Arbeitgeberseite und Arbeitnehmervertreter haben ihre Verhandlungen darüber jetzt abgeschlossen und sich auf einen Sozialplan und Interessenausgleich geeinigt.

    Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch verbesserte Abläufe

    Gleichzeitig wurde ein konkreter Fahrplan zur Modernisierung der Gießerei vereinbart. Die Gießanlage wird optimiert und erhält neue automatisierte Anlagen zum Gussputzen. Der Schmelzbetrieb wird durch einen neuen Schmelzofen erweitert. Außerdem werden Prozesse, Logistik und Materialflüsse innerhalb der Gießerei verbessert. Dies soll künftig die Abläufe bei der Fertigung von Gussteilen beschleunigen und die Lohrer Gießerei wettbewerbsfähiger machen. Rund 40 Millionen Euro investiert Bosch Rexroth in den nächsten Jahren in das Projekt.

    Altersteilzeit, Abfindung oder Jobwechsel im Betrieb möglich

    Um den geplanten Stellenabbau umzusetzen, hat Bosch Rexroth mit den Arbeitnehmervertretern freiwillige Maßnahmen vereinbart. Unter anderem sollen freiwerdende Stellen nicht neu besetzt werden. Beschäftigte können in Vorruhestands- und Altersteilzeit gehen, Abfindungen annehmen oder sich innerhalb des Betriebs versetzen lassen, sofern das möglich ist. Auch Qualifizierungsmaßnahmen sollen angeboten werden. Alle Auszubildenden, die bis einschließlich 2023 auslernen, werden laut Vereinbarung unbefristet übernommen.

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