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Sorgen um das Klima: "jetzt red i" live | BR24

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Symbolbild: Wir müssen unsere Erde vor Zerstörung bewahren. Hände umfassen schützend eine erdähnliche Glaskugel.
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Sorgen um das Klima: "jetzt red i" live

Der Erde geht es schlecht. Ist der Klimawandel noch aufzuhalten? Was kann jeder Einzelne tun? Was muss die Politik tun? Um diese Themen geht es bei "jetzt red i" in Würzburg.

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Es wird immer wärmer auf der Erde, das hat massive Veränderungen der Arktis zur Folge, der Meeresspiegel wird steigen. Darüber sind sich Wissenschaftler weltweit längst einig. Und diese globale Krise kennt keine Grenzen. Starkwetterereignisse, Überschwemmungen, Hitzeperioden – das sind jetzt schon bekannte Phänomene. Fest steht: In Zukunft wird es mehr davon geben.

Klimaschutz - jetzt!

Die Auswirkungen sind mittlerweile auch regional spürbar. Im niederschlagsarmen Unterfranken hat der heiße Sommer 2018 für drohende Trinkwasserknappheit gesorgt und auch für ausgedörrte Böden. Denn - nach einer Studie der Universität Würzburg - sind diese Erwärmungsraten deutlich höher als im globalen und bundesdeutschen Durchschnitt und kennzeichnen Unterfranken als Hot-Spot des Klimawandels. Und durch die Muschelkalkböden mit ihrer großen Durchlässigkeit und geringen Speicherfähigkeit versickert das Oberflächenwasser sehr schnell. Die im Vergleich zu Lehmböden sehr schwache Speicher- und Verdunstungskapazität des Bodens führt zu einer schnellen Erwärmung und Überhitzung. Die Böden werden trocken, wodurch langfristig die Gefahr eines zunehmenden Wassermangels in der Landwirtschaft besteht.

Ungelöste "Klimakiller-Baustellen"

Die Reduzierung des CO2-Ausstosses hinkt den Zielen weit hinterher. Beim Flugverkehr ist er zwischen 1990 und 2014 sogar auf das Dreifache angestiegen, der Münchner Flughafen meldet für 2018 wieder ein Plus. Deutschland hat seine Umweltschutz-Vorreiterrolle in Europa längst eingebüßt. Bei den erneuerbaren Energien liegen wir unterhalb des europäischen Durchschnitts und hinter Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder Griechenland.

Klimaschutz: Forderungen an die Politik

Umweltaktivisten und viele Bürger fordern von der Politik endlich konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz: Zum Beispiel einen schnelleren Ausstieg aus der Kohle und den Ausbau der erneuerbaren Energien, ein Tempolimit auf Autobahnen oder eine CO2-Steuer.

Der BR widmet dem Klimawandel einen eigenen Thementag. Am 26. Juni wird im Fernsehen, Radio und und im Netz diskutiert, erklärt und nachgefragt. Besonders unter dem Aspekt: was kann jeder Einzelne zur Klimarettung tun? Werden viele ihr Verhalten ohne Verbote ändern? Was muss sich bei den Themen Energie, Verkehr und Landwirtschaft ändern? Welche "heißen Eisen" muss die Politik endlich anpacken?

"Wir müssen mehr in Wissenschaft und Forschung investieren, um Umwelt- und Klimaschutz innovativ voranzutreiben." Monika Hohlmeier (CSU), Abgeordnete im Europäischen Parlament
"Der schöne Satz ‚Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt‘, gilt heute mehr denn je. Die Klimakrise bekämpfen muss das gemeinsame Ziel aller Generationen sein. Die Aufgabe der Politik ist es, die passenden Rahmenbedingungen zu setzen: Raus aus der dreckigen Kohle, rein in 100 Prozent saubere erneuerbare Energien! Endlich einen CO2-Preis einführen, denn klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen sollten günstiger sein als klimaschädliche! Außerdem die Mobilitätswende gestalten: Mehr Radverkehr, Ausbau der Bahn und abgasfreie Autos." Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag