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Sorge um Hygiene-Maßnahmen bei Erntehelfern und Saisonarbeitern | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

In Bayern sind bereits Erntehelfer für die Spargelernte im Einsatz. Angesichts der Corona-Pandemie sorgt sich der Gewerkschaftsbund in Nürnberg, ob bei Saisonarbeitern entsprechende Hygienemaßnahmen eingehalten und kontrolliert werden können.

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Sorge um Hygiene-Maßnahmen bei Erntehelfern und Saisonarbeitern

In Bayern sind bereits Erntehelfer für die Spargelernte im Einsatz. Angesichts der Corona-Pandemie sorgt sich der Gewerkschaftsbund in Nürnberg, ob bei Saisonarbeitern entsprechende Hygienemaßnahmen eingehalten und kontrolliert werden können.

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Von
  • Anja Bühling

Die Beratungsstelle "Faire Mobilität" des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Nürnberg ist besorgt, dass die Hygiene-Maßnahmen für Erntehelfer und Saisonarbeiter auf bayerischen Höfen nicht konsequent eingehalten werden. Die DGB-Beratungsstelle unterstützt Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus mittel- und osteuropäischen EU-Staaten dabei, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen.

Kontrolle der Hygienemaßnahmen schwierig

"Im letzten Jahr saßen Helfer teilweise dicht an dicht gedrängt im Bus und waren auf dem Weg zum Feld, ohne Maske", so Oskar Brabanski von "Faire Mobilität". Dabei könne und werde die Einhaltung der Regeln oft nicht kontrolliert. "Wir unterstellen dabei keine Böswilligkeit, aber es müsste dringend mehr gemacht werden", betonte Brabanski.

Saisonarbeiter und Erntehelfer von Landwirten abhängig

Die Saisonarbeiter kommen vorwiegend aus dem Corona-Risikogebiet Rumänien und den Hochinzidenzgebieten Polen und Bulgarien. Nach der Ankunft auf den Höfen müssen die Helfer in Arbeitsquarantäne. Dort leben und arbeiten sie zunächst in bestimmten Teams, damit bei einem Infektionsfall nicht alle Mitarbeiter ausfallen. "Vor allem die gruppenbezogene Arbeitsquarantäne ist hoch problematisch, da die Abhängigkeit zum Landwirt verstärkt wird", sagte Brabanski. Die Arbeiter sind in dieser Zeit auf eine Verpflegung durch den Betrieb angewiesen und können nicht, wie sonst üblich, in lokale Supermärkte gehen.

"Wir hatten im vergangenen Jahr mehrere Fälle, bei denen die Versorgung mit Lebensmitteln unzureichend, auf niedrigstem Niveau oder zu überteuerten Preisen mit ordentlichen Aufschlägen geschehen ist." Oskar Brabanski von "Faire Mobilität" des DGB

Hohe Zusatzkosten für Landwirte

Dem Bayerischen Bauernverband (BBV) und dem Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauern (VSSE) zufolge sind die Betriebe sehr bemüht, die wegen der Corona-Pandemie strengen Auflagen umzusetzen. Die Landwirte müssen in weitere Unterkünfte, Masken, Handschuhe und sonstige für Hygiene-Maßnahmen investieren, für die es laut Bauernverband keine Ausgleichszahlungen gibt. Dem VSSE zufolge hatte ein Landwirt aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen im vergangenen Jahr etwa 880 Euro zusätzliche Kosten pro Saisonarbeiter.

Meldepflicht soll eingeführt werden

Vergangenen Mittwoch hatte das Bundeskabinett beschlossen, dass ausländische Saisonarbeiter in diesem Jahr vier statt drei Monate sozialversicherungsfrei beschäftigt werden können, um den Personalwechsel und die Mobilität während der Corona-Pandemie zu reduzieren. Um sicherzustellen, dass die kurzfristig Beschäftigten über eine Absicherung im Krankheitsfall verfügen, soll eine Meldepflicht des Arbeitgebers eingeführt werden.

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