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Der AfD Bundessprecher Alexander Gauland beim BR-Sonntags-Stammtisch
© BR/Andreas H. Schroll
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Der AfD Bundessprecher Alexander Gauland beim BR-Sonntags-Stammtisch

Auf die Frage, was er der britischen Premierministerin Theresa May raten würde, antwortete der AfD-Bundessprecher Alexander Gauland im Sonntags-Stammtisch des BR, er würde trotz allem immer noch für ihren Vertrag plädieren, der vorsieht, dass Großbritannien die EU geordnet verlässt. Das sei immer noch eine bessere Idee, als ohne Vertrag aus der EU auszutreten.

"Dexit" nicht erste Wahl

Gaulands Haltung zu einem möglichen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union: Ein "Dexit" sei nur die allerletzte Möglichkeit. Man wolle die EU lieber reformieren - gemeinsam mit den anderen Parteien im EU-Parlament, die das genauso sehen. Historisch gesehen seien Alleingänge Deutschlands immer problematisch - deshalb gehe das nur mit anderen zusammen.

"Es gibt keine einfache Lösung. Wir wollen alle zurück zur alten europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die sehr gut funktioniert hat und Deutschland auch viele Vorteile gebracht hat. Wir wollen aber nicht hin zu einem europäischen Staat." Alexander Gauland, AfD-Bundessprecher

Gauland zur Spendenaffäre: Jemand will der AfD schaden

Zum Thema Spendenaffäre der AfD betonte Gauland die bereits bekannten Positionen: Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel habe alles zurückgezahlt und zuvor nichts von den Spenden gewusst, auch Parteichef Jörg Meuthen sei nicht bekannt gewesen, woher die Gelder für die Werbeagentur kamen. "Ich glaube Meuthen sehr wohl. Er ist ein ehrenwerter Mann." Der Fall müsse juristisch geklärt werden. Gauland vermutet sogar, jemand wolle der AfD gezielt Schaden zufügen: Vielleicht handle es sich um eine "verdeckte Operation".

Dass die AfD für mögliche Strafzahlungen bereits eine Million Euro zurückgelegt hat, sei "kein Eingeständnis", so Gauland. "Eine Rückstellung macht jeder ordentliche Kaufmann."

Gauland: Energiewende bringt nichts

Gauland bezweifelt, dass der Klimawandel mit dem "menschengemachten CO2-Ausstoß" zu tun hat. Klimawandel habe es in der Geschichte der Erde schon immer gegeben. Zudem hält er die deutsche Energiewende für sinnlos, da Deutschland nur für zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sei. Grundsätzlich stehe die AfD aber für Umweltschutz.

Über die Bewegung Fridays for Future sagte Gauland: "Ich glaube nicht, dass das eine Bewegung ist, die in irgendeiner Weise etwas sinnvolles beitragen kann." Es sei sinnvoller, in die Schule zu gehen und am Samstag zu demonstrieren.

Alexander Gauland

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