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© BR / Regionalnachrichten aus Schwaben
Bildrechte: picture alliance/dpa | Stefan Puchner

Die Stadt Augsburg plant eine ganze Reihe von Klimaschutzmaßnahmen. Am Nachmittag soll der Stadtrat in einer Sondersitzung debattieren und entscheiden. Unter anderem geht es um CO2-Einsparungen und erneuerbare Energien.

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Sondersitzung im Stadtrat: Augsburg will CO2 einsparen

Der Augsburger Stadtrat will am Nachmittag über eine ganze Reihe von Klimaschutzprojekten entscheiden. Unter anderem geht es um CO2-Einsparungen und um Wind- und Wasserkraft. Dazu gab es jedoch auch Kritik und Proteste von Umweltschützern.

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Von
  • Barbara Leinfelder

Über 30 verschiedene Projekte zum Klimaschutz sollen in einer Sondersitzung des Augsburger Stadtrats im Kongress am Park besprochen und zur Abstimmung gebracht werden. Quer durch die Referate – Wirtschaft, Bau, Umwelt, Bildung – hat die Stadt prüfen lassen, wo schnell CO2 eingespart werden kann: beispielsweise über deutliche strengere Klimastandards für städtische Gebäude oder über die Anlage eines Bürgerwalds, der CO2 schlucken soll.

Neue Anlagen für Windkraft und Wasserkraft auf städtischem Grund

Diskutiert werden soll auch der Bau einer Windkraftanlage auf städtischem Grund oder eines Wasserkraftwerkes gleich neben dem Stadtbad. Die Stadt will die Quote an Bio-Lebensmitteln in städtischen Einrichtungen weiter erhöhen und einen "Klimapakt" mit der Augsburger Wirtschaft schließen. Umweltmedizin-Experten der Universität sollen den Klimabeirat verstärken, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bevölkerung zu berücksichtigen. Weitere Maßnahmen, die den Co2-Ausstoß der Stadt dauerhaft senken sollen, sollen dann im Herbst folgen.

Augsburger Klimacamp fordert wirksamere Maßnahmen

Für die Klimaschützer aus dem Augsburger Klimacamp und Fridays For Future (FFF) greift das alles viel zu kurz. Sie kritisieren, dass die grün-schwarze Stadtregierung die notwendige Klimawende "verschlafen" würde. Am Nachmittag protestierten deshalb dutzende Teilnehmer vor der Augsburger Kongresshalle. Außerdem hielten sie den Verkehr mit einer friedlichen Sitzblockade auf.

Ein Sprecher von FFF sagte dem BR, dass drei Demonstranten von der Polizei festgenommen, jedoch nach kurzer Zeit wieder freigelassen worden seien. Heutiges Ziel der Klimaschützer war, dass die FFF-Aktivistin Janika Pondorf im Stadtrat sprechen darf. Doch der entsprechende Antrag sei abgelehnt worden. Pondorf sagte zur Klima-Sondersitzung dem BR: "An den großen Stellschrauben wird heute nicht gedreht. Die einzige Sache, die heute nicht total selbstverständlich ist, ist das Thema 'Besserer Energiestandard für Bauen'. Der Rest sind Dinge, die sowieso schon lange beschlossen sein müssten, zum Beispiel 100 Prozent Recycling Papier."

Die Klimaschützer forderten vor der Halle, dass das von der Stadt beschlossene Co2-Budget von 9,7 Millionen Tonnen eingehalten wird sowie den Kohleausstieg in Augsburg und dass die Stadtwerke nur noch Öko-Strom beziehen sollen.

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