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Sonderpreis für "kids for kitz" aus Unterfranken | BR24

© picture-alliance/dpa

Ein Rehkitz in einer Wiese

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    Sonderpreis für "kids for kitz" aus Unterfranken

    Für das Engagement zur Rettung von Rehkitzen wird das Projekt "kids for kitz" aus Hausen mit dem Sonderpreis des Bayerischen Tierschutzpreises 2016 ausgezeichnet. Ziel von "kids for kitz" ist es, die Tiere vor Mähmaschinen zu schützen.

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    Der Preis wurde im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz überreicht. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) übergab den diesjährigen Sonderpreis an das unterfränkische Projekt "kids for kitz". Dieser Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Doris Völker-Wamser aus Hausen im Landkreis Miltenberg hatte das Projekt ins Leben gerufen. Sie setzt sich für den Schutz von Rehkitzen vor Mähdreschern ein.

    Kitz-Scheuchen zum Schutz der jungen Rehe

    Doris Völker-Wamser habe mit ihrem Projekt auf das Problem aufmerksam gemacht und zudem Lösungsstrategien entwickelt, sagte Scharf. Damit die Rehe nicht von Mähdreschern im hohen Gras getötet werden, basteln Schüler im Rahmen des Projektes "kids for kitz" so genannte Kitz-Scheuchen.

    Landwirte, Jäger und ehrenamtliche Helfer stellen diese "Kitz-Scheuchen" in den Feldern auf. Dadurch sollen Rehe aus den Wiesen vertrieben werden, die gemäht werden müssen - und zwar bevor der Mähdrescher über die kleinen Rehkitze hinwegfährt. Zudem sieht das Projekt vor, dass freiwillige Helfer die Wiesen gründlich nach Rehkitzen absuchen, bevor gemäht wird. So sollen die jungen Rehe vor dem sicheren "Mähtod" bewahrt werden.

    Projekt als Vorreiter

    Entstanden ist die Aktion "kids for kitz" in der unterfränkischen Gemeinde Hausen. Mittlerweile wird es in ganz Bayern und auch in anderen Teilen Deutschlands praktiziert. So können immer mehr Rehkitze vor den Mähmaschinen geschützt werden. "kds for ktz - stoppt den Mähtod" - das ist der Leitsatz des Tierschutz-Projekts. Insbesondere Kinder sollen durch das Projekt auf das Problem aufmerksam gemacht werden.