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Sonderausstellung: Kaufbeuren unterm Hakenkreuz | BR24

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Als 2013 das Stadtmuseum Kaufbeuren wieder eröffnet wurde, gab es Kritik: Die wichtige Zeit des Nationalsozialismus sei zu wenig auf die eigene Stadt bezogen. Das Museum konzipierte daraufhin eine Sonderausstellung - zusammen mit den Bürgern.

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Sonderausstellung: Kaufbeuren unterm Hakenkreuz

Als vor einigen Jahren das Stadtmuseum Kaufbeuren wiedereröffnet wurde, gab es Kritik. Gerade die wichtige Zeit des Nationalsozialismus sei zu wenig auf die eigene Stadt bezogen. Jetzt haben die Museumsmacher zusammen mit den Bürgern reagiert.

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Am Anfang stand Kritik: Als 2013 das Stadtmuseum in Kaufbeuren wieder eröffnet wurde, fehlten vielen Besuchern in der Ausstellung zum Nationalsozialismus die konkreten Ereignisse in Kaufbeuren und Umgebung zwischen 1933 und 1945.

Sonderausstellung mit Bezug zu Kaufbeuren

Zusammen mit den Bürgern ist jetzt eine Sonderausstellung entstanden, die sich speziell mit Kaufbeuren in dieser Zeit beschäftigt. Für die Ausstellung "Unterm Hakenkreuz – eine Stadt geht auf Spurensuche" haben viele Kaufbeurer Objekte aus der NS-Zeit gestiftet oder sie erzählten als Zeitzeugen von ihrem Leben während der nationalsozialistischen Diktatur.

Ausstellungsstücke per Sammelaufruf

"Wir haben einen Sammelaufruf gemacht, ob die Bürger auf ihrem Dachboden Dinge finden, die mehr über Kaufbeuren in der NS-Zeit erzählen", sagt Petra Weber, die Leiterin des Stadtmuseums. Viele Fotos erreichten die Ausstellungsmacher, aber auch eine zerbrochene Hitlerbüste, die damals bei Veranstaltungen im Stadtsaal auf der Bühne stand.

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Am Anfang stand Kritik: Als 2013 das Stadtmuseum in Kaufbeuren wieder eröffnet wurde, fehlten vielen Besuchern in der Ausstellung zum Nationalsozialismus die konkreten Ereignisse in Kaufbeuren und Umgebung zwischen 1933 und 1945.

Tagebuch zum Anhören

Die Fotos zeigen einen Flugtag mit Besuchern, aber auch Zwangsarbeit in einer Munitionsfabrik. Das Tagebuch der damals gerade 14 Jahre alten Marie Luise Schindele aus Kaufbeuren gibt Einblicke in das Alltagsleben und dass nicht nur als Ausstellungsstück. Schüler, zum Beispiel vom Mariengymnasium, haben aus dem Tagebuch Hörbeiträge für die Ausstellung gemacht.

Weitere Veranstaltungen begleiten die Ausstellung

Begleitet wird das Projekt von vielen Veranstaltungen: Es gibt einen Stadtrundgang "Verschwundene NS-Geschichte – auf den Spuren des KZ-Außenlagers Kaufbeuren“ oder Führungen über den Fliegerhorst. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet und läuft bis zum 17. Mai 2020.