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Sommerhaus von Bamberger Tabakfabrikanten saniert | BR24

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Die 1850 erbaute Scheune der Tabakfabrik Raulino in Bamberg stand lange Zeit leer. Nach sechsjähriger Sanierung sollen ab April wieder Mieter in das Haus einziehen können.

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Sommerhaus von Bamberger Tabakfabrikanten saniert

Die Stadt Bamberg hat ein denkmalgeschütztes Haus vor dem Verfall gerettet. In dem Gebäude wohnte ein Tabakfabrikant. Es wurde für 1,25 Millionen Euro aufwendig saniert. Was mit der angebauten Tabakscheune geschieht, ist noch nicht entschieden.

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In Bamberg war auch die Tabakindustrie im 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig. An die Tabakfabrik Raulino erinnert noch die Tabakscheune mit Sommerhaus in der Domstadt. Das Sommerhaus verfiel jahrelang und war unbewohnbar. Die Stadt hat es in den vergangenen Jahren für 1,25 Millionen Euro aufwendig saniert .

Typischer Baustil des 19. Jahrhunderts

Das Sommerhaus erstrahlt in neuem Glanz – mit einer altrosa Fassade. Viele Teile sind noch im Original erhalten oder konnten rekonstruiert werden. So etwa ein sogenannter "Zwerggiebel" im Schweizerstil. Der Baustil war eine Modeerscheinung um 1850.

Tabakblätter getrocknet und gelagert

Für den Denkmalschutz ist das Sommerhaus mit angebauter Scheune besonders wertvoll, da das Ensemble eines der wenigen Beispiele ist für eine Verbindung von Wohnhaus und gewerblicher Nutzung. In der Scheune wurde Tabak getrocknet und gelagert. In einer Tabakfabrik in der Innenstadt wurde der Tabak dann weiter verarbeitet zu Pfeifentabak und Schnupftabak.

Sanierung dauerte sechs Jahre

Eigentümer des Hauses war der Tabakfabrikant Richard Peter Raulino - ein sehr erfolgreicher Kaufmann. Der Niedergang des Unternehmens begann 1920, weil immer mehr Menschen zur Zigarette griffen. Sechs Jahre dauerte die Sanierung. Ab April wird das Haus privat an eine Familie vermietet.

© BR/Sandra Jozipovic

Die Stadt Bamberg hat ein denkmalgeschütztes Haus vor dem Verfall gerettet. In dem Gebäude wohnte ein Tabakfabrikant. Es wurde für 1,25 Millionen Euro aufwendig saniert.