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Bildrechte: BR/ Judith Zacher

Endlich ist es Sommer, die Temperaturen steigen. Dank des vielen Regens gedeihen die Pflanzen im Garten wunderbar. Aus Pfefferminze und Holunderblüten lässt sich Sirup zubereiten , etwa für erfrischende Limo an heißen Tagen. Zu den Rezepten.

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Sommer, Sonne und selbstgemachter Sirup für die Limonade

Endlich ist es Sommer, die Temperaturen steigen. Dank des vielen Regens gedeihen die Pflanzen im Garten wunderbar. Aus Pfefferminze und Holunderblüten lässt sich Sirup zubereiten, etwa für erfrischende Limo an heißen Tagen. Zu den Rezepten.

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Von
  • Judith Zacher

Wer Pfefferminze in seinem Garten hat, weiß: Die wächst wie Unkraut. Umso besser, denn die Pflanze ist vielseitig verwertbar. Die Dillinger Kreisbäuerin Annett Jung setzt daraus einen Sirup an: Etwa 100 Gramm frische Pfefferminze, das sind gut zwei Handvoll, nimmt sie für einen halben Liter Pfefferminzsirup.

Erfrischender Pfefferminzsirup

Die Minzblätter werden samt Stängel unter fließendem Wasser abgewaschen, dann mit 250 Gramm Zucker mit einem Mörser grob zerstoßen. Dazu kommt ein Schuss Zitronensaft. Das lässt man ein paar Minuten ziehen, um es dann mit nochmals 250 Gramm Zucker und einem halben Liter Wasser aufzukochen.

Gut fünf Minuten lässt sie das Gemisch kochen, um das Ganze dann abzuseihen. Dafür kann man ein Leintuch oder ein Mulltuch nehmen, Annett Jung schwört aber auf ihre "Flotte Lotte", denn da bleibt der Abfall beisammen und "ich muss nicht noch extra ein Tuch auswaschen, wir Frauen lieben es doch praktisch", sagt die Dillinger Kreisbäuerin. Die Flüssigkeit wird dann heiß in Flaschen abgefüllt, am besten mit Schraubverschluss.

Zucker sorgt für Haltbarkeit im Holunderblütensirup

Der Sirup ist so etwa ein Jahr haltbar. Für die Haltbarkeit ist übrigens der Zucker zuständig: Umso weniger Zucker man nimmt, umso kürzer haltbar ist der Sirup. Das gilt auch für den wohl bekannteren Holunderblütensirup.

Der Holunder steht jetzt in voller Blüte, und genau diese Blüten braucht man auch für den Sirup. Etwa 15 bis 20 Stück, sie sollten bereits ganz aufgegangen, aber noch nicht welk sein, erklärt die Kreisbäuerin. Diese Dolden setzt man mit einem Liter Wasser und zwei in dünne Scheiben geschnittenen Zitronen an und lässt dieses Gemisch ein paar Tage stehen. Ganz wichtig: Das Wasser muss kochend über die Dolden gegossen werden.

Blüten und Zitronen entfalten Aroma

Auch hier hat die Sonderheimer Bäuerin wieder einen Geheimtipp: Man sollte das Ganze in einem möglichst breiten Gefäß ansetzen, damit die Blüten und Zitronen Platz haben, ihr Aroma zu entfalten. Nach ein paar Tagen wird auch diese Flüssigkeit abgeseiht, Zucker zugegeben und erhitzt. Wichtig diesmal: Weil die Dolden bereits mit kochendem Wasser übergossen worden sind, sollte die Flüssigkeit jetzt nicht mehr kochen. Also: dabeibleiben und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und die Flüssigkeit ganz klar ist. Dann wird auch dieser Sirup in Flaschen abgefüllt.

Sirup ist vielseitig einsetzbar: zum Sekt oder für die Torte

Einsetzbar ist er vielseitig: Mit kaltem Wasser gemischt als Limonade, die auch Kinder gerne trinken. In Kombination mit Sekt ist der Holunderblütensirup als Kultgetränk "Hugo" bekannt. Die Kreisbäuerin nimmt den Holunder-, aber gerade auch den Pfefferminzsirup sehr gern, um Tortenböden zu tränken: Der Sirup sorgt dafür, dass der Biskuitteig schön saftig ist, und gibt dem Kuchen eine ganz besondere Geschmacksnote.

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