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Sommer in Würzburg: Wie steht es um Kiliani, U&D und Co.? | BR24

© dpa Picture-Alliance Karl-Josef Hildenbrand

Bis zu 90.000 Besucher kommen zum Umsonst & Draussen (U&D) in Würzburg. In diesem Jahr ist noch unklar wie genau das Festival stattfinden kann.

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    Sommer in Würzburg: Wie steht es um Kiliani, U&D und Co.?

    Trotz Corona-Lockdown bereiten sich die Würzburger Veranstalter auf den Sommer vor. Die Hoffnung: Die Infektionslage könnte sich bis dahin beruhigen. Das Africa Festival jedoch hat seinen Termin bereits verschoben. Auch andere Veranstalter bangen.

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    Von
    • Pirmin Breninek

    Im Sommer ist alles irgendwie besser. Das gilt erst recht für eine Stadt wie Würzburg, in der im Winter der Schnee nur noch alle paar Jahre liegen bleibt. In diesem Februar war es mal wieder so weit: eine dichte Schneedecke über der Stadt. Doch folgt nun auf zauberhafte Winterkulisse ein müder Sommer?

    Tatsächlich ist das eine Frage, die gerade mehrere Veranstalter und Kulturschaffende im Raum Würzburg umtreibt. Denn aktuell ist völlig unklar, wie und in welchem Rahmen die Corona-Pandemie im Sommer Feste und Veranstaltungen zulässt. Dabei hatten nach den Ausfällen 2020 viele mit einer Verbesserung in diesem Jahr gehofft.

    Africa Festival wird verschoben

    Erste Absagen gibt es bereits: der Hafensommer etwa. Das Team rund um den Fachbereich Kultur will nun vier kleinere Konzerte auf einem Fahrgastschiff anbieten. Auch das Internationale Kinderfest ist abgesagt. Das teilte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe mit. Das Fest hätte im Mai stattfinden sollen. Zuletzt verkündete dann auch das Africa Festival eine Verschiebung: Es findet dieses Jahr im August statt. Zugelassen sind nur jeweils 2.000 Besucher, die zu zwei Zeitfenstern pro Tag auf das Festivalgelände dürfen.

    "Umsonst & Draußen" soll prinzipiell stattfinden

    Auch beim "Umsonst & Draußen" ("U&D") könnte nun in den kommenden Tagen eine Entscheidung anstehen. Die Veranstalter erwarten regelmäßig bis zu 90.000 Besucher auf den Mainwiesen, nur wenige Wochen nach dem Africa Festival. "U&D"-Chef Ralf Duggen geht davon aus, dass das Festival stattfindet. "Das ist aber auch schon fast alles, was im Moment sicher ist. Wir wissen nicht, was wir planen können, sollen und dürfen", sagt Duggen. Es gebe derzeit verschiedene Ideen, an denen sein Team arbeitet.

    Stadt überlegt Kiliani-Volksfest zu verlegen

    Die Mainwiesen als Veranstaltungsort nimmt aktuell auch die Stadt Würzburg in den Blick – für das Kiliani-Volksfest. Eine Verschiebung ist aktuell nicht geplant, sagt Christian Weiß, Pressesprecher der Stadt. Sofern das Volksfest stattfinden kann, sei es zum gewohnten Termin im Juli geplant. Auch aus kirchlicher Tradition, sagt Weiß: "Dementsprechend möchten wir an diesem Termin festhalten."

    Auf der Talavera, dem sonstigen Veranstaltungsort, stehen derzeit allerdings Impfzentrum und Teststrecke. Die Stadt prüft nun, ob die Schausteller ihre Buden und Fahrgeschäfte auch auf den Mainwiesen aufbauen könnten. Abhängig ist das alles aber natürlich von der Entwicklung der Corona-Situation, sagt Weiß. Abgesagt sei Kiliani bislang noch nicht, anders als etwa das Frühjahrsvolksfest.

    Mainfranken-Messe soll wie geplant starten

    Mit ähnlicher Ungewissheit kämpfen aktuell mehrere Veranstalter in der Region. Ausweichtermine zu finden sei gar nicht so einfach, auch weil es dann zu Kollisionen mit anderen Festen oder Konzertreihen kommen könnte.

    Vergleichsweise zuversichtlich klingen hingegen die Veranstalter der Mainfranken-Messe. Die Verbrauchermesse soll am letzten Septemberwochenende starten. Henning Könicke, Geschäftsführer der ausrichtenden AFAG GmbH sagt, er rechnet fest mit diesem Termin. Er geht davon aus, dass sich bis zum Herbstbeginn die Impfsituation aber auch das Infektionsgeschehen verbessert haben: "Da freuen wir uns sehr, dass wir genau zu diesem Zeitpunkt die Messe an den Start bringen können."

    Von Vorteil sei, dass die Messeveranstalter unabhängig von Corona ihr Konzept überarbeitet hätten. Könicke verspricht weniger, dafür aber größere Hallen, mit mehr Luft zwischen den Ständen. Außerdem soll es verstärkt Aktionen unter freiem Himmel geben. Das alles käme auch der Corona-Vorsorge entgegen. Bislang gibt es nach Angaben der Veranstalter etwa 100 Anmeldungen für Stände auf der Messe.

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