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Sommer, Hitze, Klima: Stimmen von Urlaubern im Bayerischen Wald | BR24

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Trotz der Abkühlung verbringen viele Touristen ihren Urlaub im Bayerischen Wald: 30 Grad und Tropennächte. Ist die Sommerhitze für die Tourismusregion nützlich? Und gibt es hier vielleicht Urlauber, die wegen des Klimawandels nicht wegfliegen?

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Sommer, Hitze, Klima: Stimmen von Urlaubern im Bayerischen Wald

30 Grad und Tropennächte: Viele Touristen verbringen ihren Urlaub gerne im Bayerischen Wald. Ist die Sommerhitze für die Tourismusregion nützlich? Und gibt es hier vielleicht Urlauber, die wegen des Klimawandels nicht wegfliegen?

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In den letzten Wochen stiegen auch rund um den Bayerischen Wald die Temperaturen auf über 30 Grad. Abkühlung sorgt da beispielsweise das Naturschutzgebiet, der Große Arbersee - rund drei Grad ist es hier kühler, als im Tal. Das kommt bei Touristen an:

"Bei uns Zuhause ist es zehn Grad heißer, in Hessen." Touristin
"Das ist natürlich im Bayerischen Wald toll, weil es im Wald kühl ist. Man kann auch bei Hitze hier Urlaub machen." Touristin
"Hier kann man wandern - am Strand liegen zum Beispiel für eine Woche ist langweilig." Touristin

Walburgis Brenner aus Mainz ist beispielsweise mit dem Mountainbike im Bayerischen Wald unterwegs:

"Wenn man Fahrrad fährt hat man Fahrtwind, dann ist es nicht so warm wie beim Wandern. Wir sind Aktivurlauber."

In den Bayerischen Wald fahren statt ans Meer zu fliegen?

Es gibt aber auch Touristen, die durch die aktuelle Diskussion um klimaschädliche Flugreisen auf das Urlaubsziel Bayerischer Wald umgeschwenkt sind:

"Ich habe tatsächlich diese Strandurlaube gemacht, aber ich möchte mehr in der Gegend oder in Deutschland Urlaub machen - aus Umweltgründen. Bei mir ist es tatsächlich der Wandel." Touristin
"Es gibt keinen Grund mehr, dem schönen Wetter hinterher zu fliegen." Tourist

Noch kein umweltbewusster Trend beim Reisen erkennbar

Bernhard Mosandl, Tourismuschef im Urlaubsort Bodenmais, begrüßt solche Aussagen und freut sich über die Touristen im Bayerischen Wald. Aber einen Trend sieht er darin noch nicht:

"Ich glaube nicht, dass sich der Urlaubsgast steuern lässt, dass er sagt: Ich fliege nicht mehr in den Urlaub - ganz bewusst, um Flugbenzin zu sparen. Das ist noch kein Argument, das in den Köpfen der Gäste angekommen ist. Es gibt zwar eine Minderheit, die so denkt - die werden auch immer mehr. Aber wenn man die Mittel einsetzt, um so bewusst zu bewerben, wird sich das jetzt definitiv noch nicht auszahlen." Bernhard Mosandl, Tourismuschef

Anders als in Österreich: Grenzenloser Urlaub in Bayern

Trotzdem profitiert die Region schon seit einigen Jahren von einem Trend zum Deutschlandurlaub, ausgelöst ursprünglich von den Terroranschlägen in der Türkei oder Ägypten, die jetzt keine Rolle mehr spielen. Dafür gewinnt der Trend Deutschland- oder besonders Bayernurlaub wieder mit den Straßensperren in Tirol:

"Das ist momentan die Situation, wie sie in Österreich vorherrscht, dass man zum Beispiel in Tirol die Straßen sperrt. Wenn man deutlich darauf hinweist, dass man in Bayern grenzenlosen Urlaub machen kann - ohne eine Plakette zu kaufen, ohne auf die Autobahn zu müssen mit Gebühren - dann kann man das denke ich mit einem kleinen Augenzwinkern positiv für sich nutzen." Bernhard Mosandl, Tourismuschef