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Solo-Selbstständige protestieren in Nürnberg vor Rathaus | BR24

© BR-Studio Franken/Andreas Heinicke

Mit diesem Plakat vor dem Nürnberger Rathaus haben selbstständige Kulturschaffende auf ihre prekäre Lage aufgrund der Coronakrise hingewiesen.

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    Solo-Selbstständige protestieren in Nürnberg vor Rathaus

    Gerade selbstständige Kulturschaffende leiden unter der Coronakrise. Um ihre prekäre Situation dem Nürnberger Stadtrat zu verdeutlichen, hat der Selbstständigenrat der Gewerkschaft Verdi Mittelfranken mit einer Aktion für mehr Unterstützung geworben.

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    Unter dem Motto "Die Kultur mit Füßen treten" haben rund 50 Teilnehmer an einer Aktion des Selbstständigenrats der Gewerkschaft Verdi Mittelfranken vor dem Nürnberger Rathaus protestiert. Wie die Veranstalter mitteilen, wollten sie damit die Stadträte vor deren Sitzung auf die prekäre Situation der Selbstständigen in Corona-Zeiten aufmerksam machen.

    Bisherige Hilfe: "Tropfen auf heißem Stein"

    Ziel der Aktion war es, "den Stadtratsmitgliedern klar zu machen, dass die bisherigen Maßnahmen ein Tropfen auf dem heißen Stein sind und sie letztlich die Kultur mit Füßen treten", heißt es weiter. Der Stadtrat wurde aufgefordert, mit wirksamen Maßnahmen der finanziellen Not der "Solo-Selbstständigen" entgegenzuwirken. Einige der Betroffenen stellten beispielhaft ihre persönliche und finanzielle Situation vor.

    Solidarität auch mit Selbstständigen gefordert

    Die Veranstalter kritisierten, dass die Corona-Maßnahmen von Bund, Ländern aber auch der Stadt Nürnberg bei den meisten solo arbeitenden Selbstständigen ins Leere laufen würden. "Denn wir sind nicht arbeits- und beschäftigungslos. Sondern wir haben seit Mitte März wegen Corona behördliches Berufsverbot. Daran halten wir uns solidarisch, erwarten aber auch solidarisches Verhalten des Staates uns gegenüber“, so Willi Nemski, ehrenamtlicher Sprecher des Selbstständigenrats von Verdi Mittelfranken und freiberuflicher Grafik-Designer und Fotograf.

    Bisher werden von staatlicher Seite vor allem Betriebskosten von Unternehmen gefördert. Das Argument, dass Solo-Selbstständige kaum Betriebskosten hätten, sondern im Wesentlichen zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts arbeiteten, werde von den Verantwortlichen ignoriert, so Verdi.

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