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© BR/Eleonore Birkenstock
Bildrechte: Polizeipräsidium Mittelfranken

Nach einer Corona-Demo in Lauf hat die Polizei viel Dank bekommen und eine Spende. Die hat sie aufgestockt und ihrerseits der Caritas gespendet.

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Solidarität nach Corona-Demo: Laufer Polizei spendet Spende

Gegner der Corona-Maßnahmen haben bei einer Demo im Januar in Lauf drei Polizisten verletzt. Anschließend erreichte die Beamten viel Solidarität. Die Spende eines Bürgers für die Kaffeekasse hat die Polizei aufgestockt und ihrerseits gespendet.

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Von
  • Eleonore Birkenstock

Es war eine aufgeheizte Stimmung an jenem 22. Januar in Lauf an der Pegnitz (Lkr. Nürnberger Land). Etwa 25 Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrierten und trafen auf Dutzende Polizisten. Es kam zu Rangeleien, ausgelöst durch den fehlenden Mund-Nase-Schutz einer Demonstrantin. Weil die Beamten ihr Attest anzweifelten, eskalierte die Situation, an deren Ende drei Polizisten verletzt wurden. Einer musste im Krankenhaus behandelt werden.

Bürger bedankten sich bei Laufer Polizei für ihren Einsatz

Nach diesem Einsatz erreichte die Polizei in Lauf eine Welle der Solidarität. Wie der Laufer Polizeichef Patrick Pickel berichtet, haben sich über die sozialen Medien, aber auch per Post viele Bürgerinnen und Bürger bei der Polizeiinspektion gemeldet, um den Beamten für ihren Einsatz zu danken. "Das hat die Kolleginnen und Kollegen sehr bewegt", sagte Pickel dem Bayerischen Rundfunk. In der Post befand sich auch ein anonymer Brief mit einer Spende von 100 Euro. Das Geld sei eigentlich für die Kaffeekasse gedacht gewesen, aber: "Wir wollten das Geld sofort spenden", so der Laufer Polizeichef.

Polizei spendet Spende an die Caritas Nürnberger Land

Durch eine Sammlung im Kollegenkreis kam eine Summe von 555 Euro zusammen. Ihre Spende haben die Laufer Polizisten der Caritas Nürnberger Land übergeben. Die Caritas will die Spende für ein aktuelles Projekt einsetzen, durch das Einwandererfamilien und Menschen in vorgerücktem Alter in der Corona-Pandemie geholfen werden soll. Die Menschen sollen durch Internetschulungen und durch die Vermittlung von Smartphones, Tablets oder Laptops an der digitalen Kommunikation teilnehmen können – ein Beitrag zur Integration und gegen Vereinsamung.

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