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Soldat wegen Raubes verurteilt - Gericht verhängt Haftstrafen | BR24

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Das Würzburger Landgericht hat einen ehemaligen Bundeswehr-Soldaten zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Der 20-Jährige hatte mit einem Komplizen in Marktheidenfeld einen Getränkemarkt überfallen.

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Soldat wegen Raubes verurteilt - Gericht verhängt Haftstrafen

Das Würzburger Landgericht hat einen ehemaligen Bundeswehr-Soldaten zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Der 20-Jährige hatte mit einem Komplizen in Marktheidenfeld einen Getränkemarkt überfallen, um sich von dem Geld teure Dopingmitttel zu kaufen.

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Im Prozess um den spektakulären Raubzug in einem unterfränkischen Getränkemarkt hat das Landgericht Würzburg Haftstrafen gegen einen Soldaten und seinen Komplizen verhängt. Der 20-jährige Soldat muss für fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis, der mit ihm angeklagte 19-jährige Schüler für drei Jahre und sechs Monate, wie die Große Jugendkammer des Gerichts am Mittwoch entschied. Die Anklage hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte auf fünf Jahre Gefängnis plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sucht nach Anabolika

Der Soldat hatte die Tat gestanden. Als Grund nannte er eine kostspielige Sucht nach Anabolika und anderen Muskelaufbaupräparaten. Eine Unterbringung für einen Entzug lehnte das Gericht ab, schloss aber nicht aus, dass dies von einem höheren Gericht noch einmal überprüft werden könnte.

Drohung, Angestellten anzuzünden

Die beiden Männer hatten im Herbst einen Getränkemarkt in Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) überfallen. Dort bedrohten sie einen Mitarbeiter mit einer Pistole und einem Messer und verlangten von ihm, einen Tresor zu öffnen. Anschließend übergossen sie ihn der Anklage zufolge mit Wodka und drohten, ihn anzuzünden. Der Richter bezeichnete das als eine „perfide Vorgehensweise“. Zum Vernichten von Spuren legten sie demnach zwei Brände. Bei dem Überfall erbeuteten sie den Angaben zufolge knapp 10.000 Euro und richteten einen Schaden von 120.000 Euro an.