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Solardach oder nicht? Stadt Ingolstadt hilft bei Entscheidung | BR24

© Rupert Ebner, Umweltreferent Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt bittet jetzt digitale Hilfe bei der Entscheidung für Solardächer. Das Umweltreferat hat jetzt ein so genanntes Solarpotenzialkataster vorgestellt.

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Solardach oder nicht? Stadt Ingolstadt hilft bei Entscheidung

Die Stadt Ingolstadt bittet jetzt digitale Hilfe bei der Entscheidung für Solardächer. Das Umweltreferat hat jetzt ein so genanntes Solarpotenzialkataster vorgestellt.

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Bürgerinnen und Bürger, die sich überlegen, ein Solardach anzubringen, bekommen nun digitale Entscheidungshilfe von der Stadt Ingolstadt. Über die Seite der Stadt können die Hauseigentümer in einem Stadtkataster ihr eigenes Haus anklicken und dann feststellen, ob ihr Dach für die Installation einer Solaranlage geeignet ist und ob sich eine Solaranlage für sie rechnet.

"Dieses Kataster kann in erster Linie zeigen, ob Ihr Dach für eine Solaranlage gute Voraussetzungen hat. Es kann ihnen Hilfestellung leisten, welche Erzeugung möglich ist, welchen Verbrauch Sie damit abdecken können, ob es auch Sinn macht, einen Speicher zu integrieren und in welcher Zeit sich solch eine Investition dann auch wirklich abbezahlt." Umweltreferent Rupert Ebner

Umweltreferent: Solarenergie hat hohes Potential

Die Eignungs-Abstufung der einzelnen Häuser reicht dabei von gut bis nicht geeignet. Berechnungsgrundlage ist die Ausrichtung und die Neigung der Dachflächen. Wie Umweltreferent Ebner betont, ist die Nutzung der Sonnenenergie „für Ingolstadt das wichtigste Potenzial im Bereich regenerativer Energien“. Das Solarpotenzialkataster bietet einen ersten niederschwelligen Einstieg für Hausbesitzer und soll dadurch die Bereitschaft erhöhen, eine eigene Photovoltaikanlage oder Solarthermie auf dem Dach zu installieren.

Erste Planung inklusive Kostenschätzung

Das Tool umfasst auch einen Solarrechner mit großem Funktionsumfang, so dass verschiedenen Szenarien durchgespielt werden können. Die Platzierung der Module kann variiert und Optionen wie Batteriespeicher oder Elektroauto können berücksichtigt werden. Für jedes Szenario werden überschlägig der produzierte Strom, der Eigenverbrauchsanteil und sogar die Kostenkalkulation angezeigt. Die Hauseigentümer können so spielerisch eine erste Planung vornehmen, diese exportieren oder ausdrucken. Diese Berechnungen bieten eine gute Grundlage für die Detailplanung durch einen Fachbetrieb.

Klimaschutz per Grün-Dach

Ergänzt wird das Solarpotenzialkataster durch ein Gründachpotenzialkataster. Grün-Dächer leisten einen Beitrag zur Verzögerung des Wasserabflusses bei Starkregen und sind deshalb eine wesentliche Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel. Da sich Grün-Dach und Photovoltaikanlage inzwischen nicht mehr gegenseitig ausschließen, befinden sich Solar- und Grün-Dach auch nicht mehr zwangsläufig in Konkurrenz.

Kein Kataster für Baudenkmäler

Für Baudenkmäler stehen die Kataster nicht zur Verfügung, da hier die Möglichkeiten für eine Solar- oder Gründach in jedem Einzelfall mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen sind. Ein entsprechender Hinweis erscheint beim Klick auf das jeweilige Gebäude.