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Ministerpräsident Söder im Landtag
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Petr Jerabek
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Ministerpräsident Söder im Landtag

Der designierte CSU-Vorsitzende Markus Söder möchte in seiner Partei "Stabilität gewährleisten", zugleich aber auch eine Erneuerung anstoßen. Zwei Monate vor dem CSU-Sonderparteitag erläuterte der bayerische Ministerpräsident in München vor Journalisten seine Pläne: Die CSU müsse sich klar im Zentrum des politischen Spektrums als bürgerliche Partei positionieren, betonte Söder.

Dazu zähle einerseits eine "klare Abgrenzung zu radikalen Kräften wie der AfD". Andererseits gelte es auch "die Herausforderung anzunehmen, die uns die Grünen stellen" - und entsprechend die Themen zu besetzen.

Söder: Zeit der One-Man-Shows vorbei

Der 51-Jährige kündigte an, die CSU jünger und weiblicher machen zu wollen. Zugleich versprach er seiner Partei, als CSU-Vorsitzender ein Teamplayer zu sein. Die Zeiten der One-Man-Shows seien vorbei, betonte er. "Die sind out."

Mit Parteivize Manfred Weber, der zum Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei bei der Europawahl gewählt wurde, wolle er ganz eng politisch zusammenarbeiten. Markus Blume soll nach dem Willen Söders CSU-Generalsekretär bleiben.

Söder stellt Seehofer als Innenminister nicht in Frage

Der CDU und SPD sagte Söder eine konstruktive Zusammenarbeit in der Großen Koalition zu. Die CSU müsse ein Stabilisierungsfaktor sein. Vor allem der Schwesterpartei CDU versprach der Ministerpräsident ein "hochkooperatives" Miteinander. Der Streit zwischen CDU und CSU über die Asylpolitik sei die schwierigste Phase des Landtagswahlkampfs gewesen. Einen Favoriten für den CDU-Vorsitz nannte Söder nicht: Er könne mit allen drei Kandidaten - Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn - gut auskommen.

Horst Seehofer soll trotz seines Rücktritts als CSU-Chef offenbar weiterhin Bundesinnenminister bleiben. Söder betonte mit Blick auf Seehofer: "Wir wollen Stabilität in der Regierung und Kontinuität, das gilt auch personell."

Sonderparteitag am 19. Januar

Der derzeitige CSU-Chef Seehofer hatte am Freitag für den 19. Januar seinen Rückzug von der Parteispitze angekündigt. An diesem Tag soll dann sein Nachfolger auf einem Sonderparteitag gewählt werden. Nach dem Söders einziger ernst zu nehmender Kontrahent, der Europapolitiker Manfred Weber am Samstag seinen Verzicht auf den CSU-Chefposten erklärt hatte, kündigter Söder am Sonntag seine Kandidatur an. Seine Wahl gilt als sicher.