BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Söder: Weihnachten wegen Corona im kleinen Kreis verbringen | BR24

© BR

Der bayerische Ministerpräsident Söder mahnt bei den Corona-Maßnahmen weiter zu Durchhalten, Geduld und Disziplin. Im "Bericht aus Berlin" im Ersten sagte er, es werde kein normales Weihnachten, aber es solle im Kreis der Familie gefeiert werden.

228
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Söder: Weihnachten wegen Corona im kleinen Kreis verbringen

Der bayerische Ministerpräsident Söder mahnt bei den Corona-Maßnahmen weiter zu Durchhalten, Geduld und Disziplin. Im "Bericht aus Berlin" im Ersten sagte er, es werde kein normales Weihnachten, aber es solle im Kreis der Familie gefeiert werden.

228
Per Mail sharen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mahnt bei den Corona-Maßnahmen nach wie vor zum Durchhalten. "Wir brauchen weiter Geduld und Disziplin, damit wir Weihnachten uns deutlich freier bewegen und feiern können", sagte der CSU-Chef in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Und: "Es wird kein Weihnachten sein, wie wir es normalerweise kennen."

Aber es solle im Kreis der Familie gefeiert werden, wenn auch "nicht unbedingt in der Großfamilie mit zwei-, dreihundert [Leuten]". Ihm machten eher Silvester und die Ferien danach Sorgen, so Söder weiter, der sich gegen Partys und Menschenansammlungen zum Jahreswechsel aussprach, ebenso wie gegen Skiurlaub.

Söder: Dürfen jetzt nicht die Geduld verlieren

"Wenn wir die Infektionszahlen deutlich senken wollen - und das müssen wir - werden wir sicherlich vorschlagen, den Lockdown zu verlängern und an einigen Stellen, insbesondere an Hotspots, deutlich zu vertiefen", sagte er.

Zuvor hatte sich Söder auch in der "Bild am Sonntag" zur Pandemielage geäußert: "Wenn wir jetzt auf diesem hohen Niveau der Infektionszahlen den Lockdown abbrechen und die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen als jetzt in Tschechien oder Österreich." Und: "Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten."

Merkel mahnt Bund und Länder zu Geschlossenheit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht dagegen Nachholbedarf im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland. Notwendig sei eine "geschlossene, gemeinsame Antwort" von Bund und Ländern, sagte sie in Berlin bei einem gemeinsamen Auftritt mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nach dem G20-Gipfel. "Daran arbeiten wir jetzt." Scholz (SPD) sagte, dass es trotz sichtbarer Ergebnisse noch nicht reiche. Jeder ahne, "dass es noch Verlängerungen geben muss" bei den beschlossenen Maßnahmen.

Neue Kontaktbeschränkungen erwartet

Die Forderung nach zusätzlichen Maßnahmen findet unter den Ländern nach Informationen der Agentur reuters aus mehreren Landesregierungen immer mehr Zustimmung. Unter den SPD-Ländern wird etwa eine Schließung von Gaststätten bis zum 20. Dezember vorgeschlagen, aber auch etliche Unions-Ministerpräsidenten halten dies für denkbar - zumal der Bund etwa im November die Verdienstausfälle für die Gastronomie zahlte. Zudem seien eine deutliche Einschränkung des Präsenzunterrichts an Oberstufen und an Berufsschulen sowie eine Ausweitung der Weihnachtsferien geplant.

Fest erwartet werde zudem, dass weitere verbindliche neue Kontaktbeschränkungen beschlossen werden, die aber dennoch kleinere familiäre Zusammenkünfte - etwa an Weihnachten - ermöglichen sollen. Einschnitte für den Einzelhandel soll es nicht geben. Debattiert werde auch ein Böllerverbot an Silvester sowie Alkohol-Beschränkungen auf großen Plätzen.

Am Montag wollen die Ministerpräsidenten die Vorlage der Bundesländer für die Beratungen am Mittwoch mit Kanzlerin Merkel eingrenzen - damit es weniger konfliktträchtig abläuft als in der Vorwoche.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!