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Söder warnt erneut vor zweiter Corona-Welle | BR24

© dpa/picture-alliance/FrankHoermann

CSU-Chef Markus Söder hält eine frühe zweite Corona-Welle für denkbar und warnt vor den damit einhergehenden Folgen.

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    Söder warnt erneut vor zweiter Corona-Welle

    Nachdem die Corona-Beschränkungen schrittweise gelockert wurden, steigen auch die Infektionszahlen in Deutschland wieder leicht an. CSU-Chef Söder warnt deshalb vor einer frühen zweiten Ausbruchswelle des Virus und ruft die Menschen zur Vorsicht auf.

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    Der Fall des Fleischproduzenten Tönnies im Landkreis Gütersloh mit mehr als 1.500 neuen Corona-Infektionen hat es gezeigt: Noch immer ist das Virus nicht besiegt, und eine neue Ausbreitung kann nicht ausgeschlossen werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat deswegen erneut vor einer frühen zweiten Corona-Welle gewarnt. Außerdem mahnt er die Bevölkerung dazu, den Erreger nicht zu unterschätzen. "Wir müssen wirklich aufpassen", sagte er in einer heute veröffentlichten Videobotschaft.

    Hotelübernachtung nur mit Attest

    Söder verteidigte zudem die seit gestern geltenden Reisebeschränkungen für Touristen aus entsprechenden Risikogebieten: In der vergangenen Woche sei "unglaublich viel passiert", sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin. Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, "ob diese Maßnahmen zu viel oder zu wenig sind" - sondern man müsse "handeln und entscheiden". Reisende aus einem Kreis mit hohem Infektionsgeschehen dürfen nur dann in Hotels und Ferienwohnungen untergebracht werden oder ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen, wenn sie mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sie keine Infektion haben.

    "Wer einen negativen Test hat, darf im Freistaat Urlaub machen, alle anderen sollten sich erstmal auskurieren. Ich gönn' allen ihre Ferien, aber auch da müssen wir aufpassen. Corona bleibt tödlich." Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

    Das Vorgehen hatten die Chefs von Bundeskanzleramt und Staats- und Senatskanzleien der Länder am Freitag einheitlich beschlossen. Besonders das bevölkerungsreiche Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem auch der Landkreis Gütersloh liegt und in dem gestern die Sommerferien begonnen haben, hatte sich im Vorfeld lange gegen die Regelung gesträubt.

    Söder hält zweite Welle noch im Sommer für möglich

    In seiner Videobotschaft machte Söder auch deutlich, wie schnell ein weiterer Ausbruch und die damit verbundenen Schutzrestriktionen eintreten können. Er rief deshalb die Menschen dazu auf, sich weiterhin an die Hygienemaßnahmen und an das Abstandsgebot zu halten. "Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen", so Söder.

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