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Markus Söder dankt an einem Einsatzort an der Straßenmeisterei den Einsatzkräften der Bundeswehr für ihren Einsatz.
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Nadine Cibu
Veronika Beer
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Markus Söder dankt an einem Einsatzort an der Straßenmeisterei den Einsatzkräften der Bundeswehr für ihren Einsatz.

Der Süden Bayerns kämpft weiter gegen die Schneemassen. Ministerpräsident Markus Söder ist nach Bad Tölz gereist, um sich selbst ein Bild von der Lage in der Region zu machen. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte der CSU-Politiker. Gemeinsam mit Verkehrsminister Hans Reichhart nahm Söder an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte teil.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten schickt Bayern 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen. Insgesamt sind dann 5.000 Kräfte im Einsatz. Die Helfer sind derzeit vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien.

"Volle Pulle im Einsatz"

Bei Bedarf sollen weitere Einsatzkräfte in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", sagte Söder. "Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein", betonte der Ministerpräsident. "Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Einsatzkräfte seien "sehr, sehr besorgt".

Katastrophenfall in Bad Tölz mindestens bis Dienstag

Auch Landrat Josef Niedermaier sieht das Hauptproblem derzeit in der aktuellen Wetterlage. Durch den Regen und den Wind würde der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in den kommenden Tagen noch vor einer Herausforderung stehen.

Der Katastrophenfall, der am Donnerstag ausgerufen wurde, gelte auf alle Fälle noch bis Dienstag, sagte der Landrat. Er gäbe dem Landrat die Möglichkeit, Hilfskräfte überregional anzufordern. Er bekräftigte jedoch auch: "Wir wissen, was Schnee ist!"

Erneute Unwetterwarnung

Auch für die Landkreise Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt weiterhin der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag anhalten. Für Samstag und Sonntag waren erneut heftige Niederschläge vorhergesagt, es gab wieder Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns.

Feuerwehrmann Christian Lambl über die Gefahr hoher Schneelasten

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