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Söder über Winter-Fahrverbote: Tirol schadet sich selbst | BR24

© BR / Günther Rehm

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert die Ausweitung der Tiroler Fahrverbote auf die Wintermonate. Die Maßnahme würde Skiurlauber davon abhalten, in der Region Urlaub zu machen.

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Söder über Winter-Fahrverbote: Tirol schadet sich selbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisiert die Ausweitung der Tiroler Fahrverbote auf die Wintermonate. Die Maßnahme würde Skiurlauber davon abhalten, in der Region Urlaub zu machen.

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Fahrverbote auch in der Ski-Saison - diese Ankündigung der Tiroler Landesregierung sorgt derzeit für Aufregung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ausweitung der regionalen Fahrverbote kritisiert. Aus seiner Sicht schadet sich Tirol damit selbst. "Wie soll man denn noch in sein Skigebiet gelangen?", sagte Söder dem BR. Die Maßnahme sei "überdreht".

Söder hofft auf neue Regierung in Österreich

Der Ministerpräsident hofft auf eine Lösung nach den Parlamentswahlen am 29. September in Österreich, wenn das Land eine neue Bundesregierung habe. Der Transitstreit müsse zwischen beiden Ländern auf nationaler Ebene geklärt werden, sagte der Ministerpräsident. Er räumte allerdings ein, dass die Planungen der Deutschen Bahn für den Nordzulauf zum Brenner-Basistunnel "deutlich" beschleunigt werden müssten. "Wir werden in Deutschland generell ein Beschleunigungsgesetz brauchen, um solche Bahnstrecken schneller zu bauen."

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) äußerte sich auf BR-Anfrage zurückhaltender als Söder. "Wir haben diese neuerliche Ankündigungen zur Kenntnis genommen", erklärte Reichhart. "Wir setzen weiter auf den Weg der Gespräche." Dazu müsse Österreich allerdings endlich die im Juli vereinbarte Maut-Freiheit bis Kufstein-Süd angehen.

Fahrverbote: Reisende sollen auf Autobahnen bleiben

Im Großraum Innsbruck und in den Bezirken Reutte und Kufstein gelten bereits bis zum 15. September an Wochenenden Fahrverbote. Das Ziel: Reisende sollen auch bei Staus nur die Autobahnen nutzen - und keine Ausweich-Routen durch Städte und Gemeinden. Seit Ende Juni sind laut der Tiroler Landesregierung rund 20.000 Fahrzeuglenker zurückgewiesen worden.

Am Dienstag hatte der Tiroler Landeschef Günther Platter (ÖVP) erklärt, dass die Fahrverbote auf den Winter ausgeweitet werden sollen. Er begründete das mit einem ansonsten drohenden Verkehrskollaps durch die Kombination von Güterverkehr, Skitourismus und Schnee. Verkehrsexperten werden demnach nun die genauen Geltungsbereiche und Zeiträume für den Winter ausarbeiten.

© BR

Gesperrte Landstraßen in Tirol (Stand: Ende Juni 2019)