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Söder sieht Kohleausstieg skeptisch - Aiwanger nicht | BR24

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CSU-Chef Markus Söder bangt um die Versorgungssicherheit, wenn Deutschland wie geplant aus der Kohle aussteigt. Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) spricht dagegen von einer vernünftigen Entscheidung.

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Söder sieht Kohleausstieg skeptisch - Aiwanger nicht

CSU-Chef Markus Söder bangt um die Versorgungssicherheit, wenn Deutschland wie geplant aus der Kohle aussteigt. Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) spricht dagegen von einer vernünftigen Entscheidung.

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CSU-Chef Markus Söder sieht den geplanten Kohleausstieg bis spätestens 2038 "etwas skeptisch". "Keiner will eine Zukunft der Kohle", sagte Söder nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Er äußerte aber Bedenken bezüglich der Versorgungssicherheit, da sich Deutschland auch von der Kernkraft verabschiedet und es Proteste gegen den Netzausbau gibt.

"Wir wollen keine Kohle, wir wollen keine Kernkraft, wir wollen keine Netze. Da wird es schwierig werden, am Ende eine schlüssige Konzeption zu haben." Markus Söder

Der bayerische Ministerpräsident kündigte an, der Freistaat werde sich bei der Energiepolitik "massiv einbringen und einspreizen." Bayern müsse als Wirtschaftsstandort erhalten bleiben können - und dafür sei die Frage der Versorgungssicherheit von ganz entscheidender Bedeutung.

Aiwanger nennt Kohle-Kompromiss "gut fürs Land"

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission, in der neben Politiker auch Klimaschützer, Unternehmer und Forscher saßen, hatte sich am Wochenende auf einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 verständigt.

Bayerns Wirtschafts und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach im Unterschied zu Söder von einem vernünftigen Kompromiss. "Damit ist auch gesellschaftlicher Friede verbunden. Dass sich von der Großindustrie bis zur Umweltszene die Leute geeinigt haben, ist gut fürs Land", sagte Aiwanger dem "Münchner Merkur". Er rechnet mit einem Schub für erneuerbare Energien.

Bundesregierung kündigt "belastbares Energiekonzept" an

Der Bund sagte den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen derweil Unterstützung beim Strukturwandel zu. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, es gehe dabei um konkrete Perspektiven für neue, zukunftssichere Jobs und notwendige Investitionen.

Die Bundesregierung werde das vorgelegte Konzept der Kohlekommission in allen Einzelheiten prüfen und bewerten und daraus ein "belastbares Energiekonzept" machen. Dabei nannte Seibert drei Grundkriterien: die Versorgungssicherheit, die Bezahlbarkeit der Energie und den Klimaschutz.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Nach dem Kompromiss der Kohle-Kommission beginnt für die Bundesregierung die Arbeit. Der Wirtschaftsminister stellte heute klar, dass steigende Strompreise verhindert werden sollen. Auch für bayerische Kraftwerke ist längst nicht alles klar.

Von
  • Eva Lell
  • BR24 Redaktion
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