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Markus Söder
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Johannes Berthoud
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Markus Söder

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat in seiner Neujahrsansprache die Bedeutung von Klimaschutz betont. Die Auswirkungen des Klimawandels seien im vergangenen Jahr auch in Bayern zu spüren gewesen, erklärte der designierte CSU-Chef. Er verwies unter anderem darauf, dass Landwirte im Sommer mit der Dürre zu kämpfen hatten und der Wasserstand in den Flüssen niedrig war.

Der Ministerpräsident warnt davor, dass die Auswirkungen noch stärker werden - und betont:

"Es ist nicht die Frage ob der Klimawandel kommt, sondern ob wir bereit sind, uns zu verändern, um ihn zumindest zu verlangsamen." Markus Söder

Söder nennt "gesunde Luft", "sauberes Wasser" und "Lebensraum für Tiere und Pflanzen" als Erbe, das "unsere Generation" bewahren und weitergeben müsse.

Bedrohtes Europa

Im Mai 2019 wird ein neues Europäisches Parlament gewählt. Söder stimmt Anfang des Wahljahres europafreundliche Töne an. Europa ist für ihn eine "Hoffnung für die Zukunft". Man solle es gemeinsam verteidigen, sagt Söder, der vor Nationalisten und Populisten warnt: Diese "wollen uns einreden, dass wir ein gemeinsames Europa gar nicht brauchen".

Söder: Habe viel gelernt

Gegen Ende der Ansprache schlägt Söder auch nachdenkliche Töne an:

"Ich habe in diesem Jahr viel gelernt. Vor allem eines: dass wir in der Politik einander besser zuhören sollten – trotz der Hektik des Alltags." Markus Söder

Dass Söder in seiner Ansprache die Schwerpunkte Klimaschutz und Europa gewählt hat, passt zu seinen Äußerungen in den vergangenen Wochen. Der Ministerpräsident hatte nach der Landtagswahl im September bereits häufiger angekündigt, einen stärkeren Fokus auf den Umweltschutz legen zu wollen. Kürzlich kündigte der designierte CSU-Chef auch eine "euphorische Europapolitik" an.

Die Neujahrsansprache von Ministerpräsident Markus Söder wird am 1. Januar um 18.40 Uhr im BR Fernsehen ausgestrahlt.