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Söder neuer CSU-Chef - Seehofer jetzt Ehrenvorsitzender | BR24

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Horst Seehofer gratuliert Markus Söder zur Wahl zum CSU-Parteivorsitzenden

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Söder neuer CSU-Chef - Seehofer jetzt Ehrenvorsitzender

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist jetzt auch CSU-Chef: Auf einem Sonderparteitag in München wurde er mit 87,4 Prozent der gültigen Stimmen an die CSU-Spitze gewählt. Sein Vorgänger Horst Seehofer ist jetzt Ehrenvorsitzender.

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Die CSU hat auf einem Sonderparteitag in München die Weichen für Erneuerung gestellt: Gut drei Monate nach dem schlechten CSU-Resultat bei der bayerischen Landtagswahl hat Horst Seehofer den Parteivorsitz vorzeitig abgegeben. Einziger Kandidat für seine Nachfolge war Ministerpräsident Markus Söder.

Söder erhielt 674 von 771 gültigen Stimmen, wie CSU-Vorstandsmitglied Joachim Herrmann als Versammlungsleiter verkündete. Das entspreche 87,42 Prozent. Söder nahm die Wahl an: "Ja klar, herzliches Dankeschön für das Vertrauen."

Söder verspricht vollen Einsatz

In seiner Rede vor den rund 850 Delegierten hatte Söder vollen Einsatz im neuen Amt versprochen. Es sei für ihn eine "Riesen-Ehre", in die Fußstapfen von Franz Josef Strauß, Edmund Stoiber und auch Horst Seehofer zu treten. Er wolle mit Herz, Leidenschaft und Verstand für seine Partei arbeiten und sich für sie engagieren.

CSU soll jünger und weiblicher werden

Söder warb für eine Erneuerung der CSU. Sie müsse jünger und weiblicher werden, dürfe aber auch ihr Stammpublikum nicht vergessen. Es müsse der Partei wieder besser gelingen, das Lebensgefühl der Menschen zu treffen. Sie müsse "bei allen Themen in Bayern wieder Meinungsführer sein".

CDU und CSU müssten ein neues Kapitel ihrer Zusammenarbeit aufschlagen. Zwar sei die CSU kein Landesverband der CDU, betonte Söder. Aber die Christsozialen wollten "Profil mit Stil": "Wir sollten das Gemeinsame statt das Trennende betonen." Es sei Zeit für eine gemeinsame neue Stärke von CDU und CSU.

Söder schlägt Seehofer als Ehrenvorsitzenden vor

Zugleich würdigte der Ministerpräsident die Verdienste seines Vorgängers Horst Seehofer, der sich um die Partei verdient gemacht habe. Deswegen schlage er Seehofer als weiteren CSU-Ehrenvorsitzenden neben Edmund Stoiber und Theo Waigel vor. Die Delegierten nahmen diesen Vorschlag später bei wenigen Gegenstimmen per Handzeichen an.

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Markus Söder lobt die Verdienste des scheidenden Parteichefs Horst Seehofer

Seehofers Abschiedsrede

Zuvor hatte sich Seehofer mit einer versöhnlichen Rede aus dem Amt verabschiedet. Er gebe heute das Amt des Parteivorsitzenden mit großer Dankbarkeit und auch mit Stolz in die Hände seiner Partei zurück, sagte der 69-Jährige vor den rund 850 Delegierten in der Kleinen Olympiahalle. "Aber es bleibt bei mir ein glühendes Herz für meine politische Familie CSU."

Die CSU sei nach wie vor eine "bärenstarke Volkspartei", betonte Seehofer in seiner knapp 20-minütigen Abschiedsrede. Wichtigster Auftrag einer Volkspartei sei, "einen Dienst für die Menschen zu leisten". Sein einziger Wunsch an die Partei für die Zukunft sei daher: "Verachtet mir die kleinen Leute nicht."

Seehofer wünscht Söder Glück

Auf die parteiinternen Querelen in den vergangenen Monaten und die Angriffe aus der CSU auf ihn ging Seehofer nur kurz ein. Er sei froh, dass er "vieles hingenommen und geschluckt" und nie darüber geredet habe. Denn er wolle alles vermeiden, was der Partei schade. Aber es gehöre auch zur Ehrlichkeit, "dass wir dies heute ansprechen".

Für seine Nachfolge an der CSU-Spitze schlug Seehofer auch am Rednerpult noch einmal Ministerpräsident Markus Söder vor. Söder habe schon in den vergangenen Monaten als Ministerpräsident bewiesen, dass er große Aufgaben sehr gut erledige. Er wünsche seinem Nachfolger viel Glück für die Zukunft.

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Seehofer nimmt Abschied vom CSU-Vorsitz

Kramp-Karrenbauer: Eine politische Familie

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nannte Söders Wahlergebnis von 87,4 Prozent bei ihrem Auftritt auf dem Parteitag ein "sehr ehrliches Ergebnis". Wie vorher Söder rief auch sie zum Zusammenhalt von CDU und CSU auf: "Wir sind, wir waren und wir bleiben eine politische Familie." Beide Parteien trügen Verantwortung nicht nur für sich selbst und die Union, sondern darüber hinaus für Bayern und Europa.

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© Bayerischer Rundfunk 2019

BR-Chefreporter Stephan Mayer

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Autor
  • Petr Jerabek
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