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Söder will noch mehr Behörden aus München aufs Land verlagern | BR24

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Die Bevölkerungsprognose zeigt. der Ballungsraum München wächst weiter stark. Andere Landesteile stagnieren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will dieser Entwicklung entgegensteuern - mit weiteren Behördenverlagerungen.

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Söder will noch mehr Behörden aus München aufs Land verlagern

Die Bevölkerungsprognose zeigt: Der Ballungsraum München wächst weiter stark. Andere Landesteile stagnieren. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will dieser Entwicklung entgegensteuern - mit weiteren Behördenverlagerungen.

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Anlass für die Überlegungen des Ministerpräsidenten ist die Bevölkerungsprognose, wonach in Bayern in den nächsten Jahren noch deutlich mehr Menschen leben werden als heute. Die mehr als 13,5 Millionen Menschen, die bis 2038 erwartet werden, ziehen vorwiegend in die Ballungsräume. "Wir müssen auf die Herausforderungen reagieren und deshalb braucht es einen weiteren großen Aufschlag an Behördenverlagerungen," erklärte Söder. Es gelte, in strukturschwachen Gebieten die Dynamik zu erhöhen und München zu entlasten.

Behörden und Zielorte noch offen

Bei der Klausur der Landtagsfraktion nächste Woche in Seeon will Söder das Konzept vorlegen - in Abstimmung mit Finanzminister Albert Füracker (CSU). So sind also die konkreten Behörden und Ministerien noch offen, die verlagert werden sollen. Ein Zielgebiet steht aber bereits fest: die nördliche Oberpfalz.

Nördliche Oberpfalz wird einen Amtssitz bekommen

In den nächsten Tagen werde es gute Nachrichten geben, sagte Söder bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in einem Weidener Kino-Center vor CSU-Anhängern und anderen Besuchern. Die nördliche Oberpfalz werde "auf jeden Fall dabei sein“. Der CSU- Parteichef war im Rahmen des Wahlkampfs für die Kommunalwahl zum Stadtgespräch mit dem Weidener CSU-OB-Kandidaten Benjamin Zeitler in Weiden.

Behördenverlagerung in Bayern 2015 bis 2025

Bereits in seiner Zeit als Finanzminister hat Markus Söder 2015 umfangreiche Behördenverlagerungen angestoßen. Später als Heimatminister war er federführend bei der Verlagerung verantwortlich. So sollen bis 2025 insgesamt 64 Verlagerungen von Ämtern und staatlichen Stellen mit gut 3.000 Menschen abgeschlossen sein. Dabei solle niemand gegen seinen Willen wechseln müssen.

Kritik von der Opposition

Opposition und Wissenschaft kritisieren regelmäßig die Kosten der Verlagerungen - und die schwer messbaren tatsächlichen Effekte für den Arbeitsmarkt und das Bevölkerungswachstum.

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Der Ballungsraum München wächst weiter - in den nächsten Jahren werden noch mehr Menschen dort hin ziehen. Das zeigt die Bevölkerungsprognose. Um München zu entlasten, will Ministerpräsident Söder weitere Behörden in die Regionen verlagern.

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Die Verlagerung von Behörden aufs Land hält Hubert Aiwanger prinzipiell für sinnvoll, denn eine Stärkung des Landes entlaste die Städte. Doch er will auch Medizin- und Polizeiausbildung sowie digitale Strukturen stärker im ländlichen Raum verankern.