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Bildrechte: picture alliance/dpa | Tobias Hase

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar. "Überstürzte Öffnungen von Schulden und Kitas" dürfe es nicht geben. Am Dienstag entscheidet die Bund-Länder-Runde über das weitere Corona-Vorgehen.

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Söder: Kitas und Schulen nicht öffnen - Lockdown verlängern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar. "Überstürzte Öffnungen von Schulen und Kitas" dürfe es nicht geben. Am Dienstag entscheidet die Bund-Länder-Runde über das weitere Corona-Vorgehen.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Verlängerung des Lockdowns um weitere drei Wochen und eine längere Schließung von Schulen und Kitas. "Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen", sagte er "Bild am Sonntag" vor der Bund-Länder-Runde am Dienstag.

Es dürfe "keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben", denn es wäre aus seiner Sicht "angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken", so Söder weiter. Es habe sich gezeigt, dass sich das Virus auch in den Schulen verbreite: "Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten. Viele haben das in Deutschland lange unterschätzt."

Söder: "Kein normales Schuljahr, aber auch kein verlorenes"

Zugleich will der Ministerpräsident dafür sorgen, dass den Schülern keine Nachteile entstehen: "Digitale Angebote müssen funktionieren und Lehr- und Klausurenpläne flexibel angepasst werden. Wir wollen die Qualität der Bildung erhalten, ohne einen zusätzlichen Stress für die Schüler aufzubauen." Zudem sollten die Ferienplanungen angepasst werden, forderte Söder weiter: "Natürlich wird das kein normales Schuljahr werden, aber sicher auch kein verlorenes."

Zum Lockdown erklärte der CSU-Politiker weiter, das Beispiel Österreich zeige, "dass das Modell Auf-zu-auf-zu nicht funktioniert. Wir brauchen in Deutschland eine klare Linie. Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch." Dabei seien die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar. Diese könne man erst Mitte Januar genau beurteilen: "Zudem bereiten mir auch viele Urlauber aus Risikogebieten und Familienheimkehrer Sorge."

Söder: "Wir müssen konsequent bleiben"

Er sehe derzeit "keinen vernünftigen Politiker", der von frühzeitigen Öffnungen rede, ergänzte Söder: "Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben. Das war die Schwäche der Corona-Politik in Deutschland: zu spät begonnen und zu früh aufgehört."

Simone Fleischmann, die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) hält eine Schulöffnung zum jetzigen Zeitpunkt für "verantwortungslos". "Der BLLV kämpft für den Schutz der Kollegien und für Bildungsgerechtigkeit!", twitterte sie am Sonntag. Zwar seinen die Ziele schwer zu vereinbaren, müssten aber erreicht werden.

Zuvor hatten bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und mehrere Ärztevertreter eine Verlängerung des Lockdowns gefordert.

Mehrere Länder sind sich offenbar schon einig

Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" haben sich die Chefs der Staatskanzleien der am stärksten betroffenen Bundesländer bereits geeinigt, den Lockdown um drei Wochen zu verlängern.

Dafür haben sich dem Bericht zufolge Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen ausgesprochen. Die geltenden Maßnahmen würden dann bis zum 31. Januar aufrecht erhalten. Andere Länder wollten den Lockdown zunächst nur um zwei Wochen verlängern, schreibt die Zeitung weiter. Das sei in einer Telefonkonferenz der Staatskanzleichefs gestern Nachmittag deutlich geworden.

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