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Söder: Große Koalition jammert zu viel | BR24

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Groko, Grundrente und Kanzlerkandidatur - das ganze "Kontrovers"-Interview mit CSU-Chef Söder

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Söder: Große Koalition jammert zu viel

Die Große Koalition hat nach Meinung von CSU-Chef Söder trotz guter Arbeit ein Problem mit ihrem Erscheinungsbild. Während die Grünen sich ständig selbst feierten, werde in der Groko gejammert, sagte Söder im BR-Politik-Magazin "Kontrovers".

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Im anhaltenden Streit in der Großen Koalition über die Grundrente dämpft CSU-Chef Markus Söder Hoffnungen der SPD auf ein weitgehendes Entgegenkommen der Union: "Es gibt keinen Mitleidsbonus oder einen Bleibe-Rabatt für die SPD", betonte der bayerische Ministerpräsident im BR-Politik-Magazin "Kontrovers".

Er zeigte sich zugleich aber optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen wird. Man sei einer Lösung sehr nah, allerdings müsse am Ende in der Sache vernünftig entschieden werden.

CSU-Chef: Viele Bürger ratlos

Söder äußerte sich insgesamt kritisch über das Erscheinungsbild der Bundesregierung: "Die Große Koalition macht gute Arbeit, aber sie jammert darüber." Das erkläre, warum viele Bürger ratlos seien.

Mit Blick auf den internen Streit bei der CDU riet Söder der Schwesterpartei zu mehr Teamgeist. Man müsse seinen Frieden mit der Vergangenheit finden. In diesem Zusammenhang lobte er ausdrücklich die Kanzlerschaft Angela Merkels. Der CDU-Politiker Friedrich Merz hatte kürzlich in einem Interview Merkel und ihre Amtsführung für die Schwäche der Partei verantwortlich gemacht.

Söder: Bleibe in Bayern

Bei der Frage nach der Kanzlerkandidatur betonte Söder erneut, dass er nicht zur Verfügung stehe. Er wolle in Bayern bleiben: "Immer wenn über einen CSU-Kandidaten geredet wird, wird das nicht aus Freundlichkeit gemacht, sondern weil es woanders möglicherweise Streit gibt."

Am Ende gehe es nicht darum, jemanden aufzustellen, der "den Partei-Leuten gefällt". Entscheidend sei vielmehr, wer das Vertrauen wecken könne, Deutschland zu führen.

Keine Festlegung auf einen Kandidaten

Ein klares Bekenntnis zu einem der möglichen Kandidaten oder Kandidatinnen wollte Söder nicht abgeben. Er hält eine Diskussion über die Kanzlerkandidatur für verfrüht. Die Bürger würden jetzt erwarten, dass die Große Koalition die nächsten zwei Jahre weitermache. Deshalb gelte für die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur: "abwarten und arbeiten."