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Söder gibt großer Koalition Schuld an CSU-Umfragewerten | BR24

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Im aktuellen BayernTrend kommt die CSU nur noch auf 33 Prozent. Die Verantwortung dafür sieht Ministerpräsident Markus Söder bei der Berliner Regierungs-Koalition. Die Wähler warnte er davor, die Landtagswahl zum "Denkzettel für Berlin" zu machen.

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Söder gibt großer Koalition Schuld an CSU-Umfragewerten

Im aktuellen BayernTrend kommt die CSU nur noch auf 33 Prozent. Die Verantwortung dafür sieht Ministerpräsident Markus Söder bei der Berliner Regierungs-Koalition. Die Wähler warnte er davor, die Landtagswahl zum "Denkzettel für Berlin" zu machen.

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Zehn Tage vor der Landtagswahl geht es für die CSU weiter abwärts auf jetzt nur noch 33 Prozent. Sie bräuchte auf jeden Fall einen Koalitionspartner.

"Das sind alles Zahlen, die unglaublich geprägt werden durch Berliner Politik", sagte Söder der "Bild"-Zeitung und fügte hinzu: "Ich will keine Berliner Verhältnisse im Bayerischen Landtag." Der Ministerpräsident kritisierte die Arbeit der großen Koalition.

"Interner Streit schadet immer – egal, von wem er kommt. Ich gebe zu, in Berlin kann es noch besser werden." Markus Söder (CSU), bayerischer Ministerpräsident

Söder forderte die Koalition in Berlin zur Kompromissfindung auf: "Wenn sich Ego First weiter durchsetzt, führt das zur Unregierbarkeit." Außerdem sprach sich Söder klar gegen jede Zusammenarbeit mit der AfD aus: "Da gibt es null Zusammenarbeit. Null denkbares Miteinander. Für Bayern kann ich das garantieren." Die AfD sei "gefährlich".

CSU-Generalsekretär Markus Blume erklärte, die Umfrageergebnisse seien ein absolutes Warnsignal.

"Damit drohen in Bayern Unregierbarkeit und bunte Regenbogenkoalitionen auch gegen die CSU." Markus Blume, CSU-Generalsekretär

Umfrage-Gewinner: Die Grünen

18 Prozent Zustimmung sorgen bei den Grünen für Zuversicht. Mit diesem Ergebnis wären sie zweitstärkste Kraft im Landtag.

"Der Türspalt für eine moderne, ökologische und gerechte Politik hat sich weiter geöffnet." Ludwig Hartmann, Spitzenkandidat der Grünen

Umfragen seien aber noch keine Wahlergebnisse, so Hartmann. Die Grünen wüssten das allzu gut. In den nächsten zehn Tagen käme es nun darauf an, dieses Ergebnis mit den Menschen in Bayern auch einzufahren. Mut macht das Umfrageergebnis auch dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek: Damit käme die Partei seinem persönlichen Ziel näher, dass die Grünen bei der Landtagswahl in Bayern doppelt so stark abschneiden wie die AfD, kommentierte Janecek auf Twitter.

11 Prozent für die SPD

Seit vielen Monaten sei die SPD mit schlechten Umfragewerten befasst, sagt der Generalsekretär der Bayern-SPD Uli Grötsch. Das werde die SPD nicht daran hindern, auf den letzten Metern des Landtagswahlkampfes für ihre Spitzenkandidatin zu streiten. Die SPD sei nach wie vor hoch motiviert.

Der SPD-Generalsekretär sieht in ganz Europa eine tiefe Krise der Volksparteien. Das schlage auch auf die Landtagswahl in Bayern durch. Speziell das Verhalten von Horst Seehofer in Berlin sei in den letzten Monaten nicht förderlich gewesen für das Ansehen der Politik. Aufgabe sei nun, den Blick nach Bayern zu richten. Spitzenkandidatin Natascha Kohnen spreche die Themen an, die die Menschen in Bayern mehr interessierten als ein Raumfahrtprogramm.

Zweistelliges Ergebnis für die Freien Wähler

Glücklich über ebenfalls 11 Prozent sind die Freien Wähler: Spitzenkandidat Hubert Aiwanger spricht von einem "wunderbaren Ergebnis" gut eine Woche vor der Wahl. Er hoffe, dass seine Partei dieses Ergebnis dann auch einfahren könne. Ein solches stolzes Ergebnis könnten die Freien Wähler dann wirklich feiern. Bayern müsse stabil bürgerlich weiterregiert werden. Die Freien Wähler stünden bereit.

FDP würde Sprung in den Landtag schaffen

Die FDP gibt sich mit 6 Prozent beim aktuellen Bayern Trend optimistisch: "Auf geht's in den Endspurt", twittert der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der bayerischen FDP Daniel Föst. Acht Prozent seien für seine Partei bei der Landtagswahl drin.

AfD im Landtag, Linke nicht

Die erstmals zu einer Landtagswahl in Bayern antretende AfD käme auf 10 Prozent. Die Linke erreicht beim aktuellen Bayern Trend 4,5 Prozent und würde mit diesem Ergebnis den Einzug ins Maximilianeum verpassen. Von beiden Parteien liegen bislang keine offiziellen Reaktion in den sozialen Medien zum BayernTrend vor.

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  • Rüdiger Hennl
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