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Söder: Pandemie wird das Land "noch Monate beschäftigen" | BR24

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Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei, betont CSU-Chef Söder. Auch die Kanzlerin erwartet jetzt die "wohl schwierigsten" Wochen in der Pandemie.

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Söder: Pandemie wird das Land "noch Monate beschäftigen"

Der CSU-Chef verteidigt die Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar. Markus Söder betont zudem, es sei unseriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Auch die Kanzlerin erwartet die "wohl schwierigsten" Wochen in der Pandemie.

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  • BR24 Redaktion

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht davon aus, dass die Corona-Pandemie das Land "noch Monate beschäftigen" wird. Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei, sagte der CSU-Chef am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU.

Söder warnte vor allem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten. Diese grassierten nicht nur in Großbritannien und Irland, sondern nun auch in den Niederlanden.

Der bayerische Ministerpräsident verteidigte zudem die strengeren Corona-Beschränkungen bis 31. Januar, auf die sich Bund und Länder vor wenigen Tagen verständigt hatten. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einigen Stellen auch noch vertiefen." Die verschärften Maßnahmen gelten ab Montag.

Söder: "Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz"

Söder betonte, zu viele Menschen suchten noch Schlupflöcher bei den vereinbarten Corona-Beschränkungen oder diskutierten Einzelmaßnahmen. Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. "Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz." Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat als Gastredner beim virtuellen Neujahresempfang der CDU in NRW gesprochen.

Merkel setzt auf Konsequenz in den nächsten Wochen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte eine konsequente Umsetzung der Beschränkungen für private Kontakte und beim Bewegungsradius in Corona-Hotspots. "Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können, desto kürzer wird die Zeit sein, in der wir mit solchen Einschränkungen leben müssen", sagte Merkel in ihrem Podcast. Die kommenden Wochen seien in der Corona-Krise "die wohl schwierigsten der Pandemie".

Mehr Tempo bei den Impfungen

Der Beginn der Impfungen sei ein Hoffnungszeichen, betonten sowohl Merkel als auch Söder. Während die Kanzlerin ein beschleunigtes Impftempo versprach, forderte der CSU-Chef, man müsse prüfen, ob nicht weitere Fabriken in Deutschland Impfstoffe produzieren könnten.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 24.694 neue Positiv-Tests innerhalb eines Tages. Zudem starben weitere 1.083 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Anmerkung der Redaktion: Die Bayerische Staatskanzlei hat die Aussage von Ministerpräsident Söder zur Verlängerung und Vertiefung des Lockdowns präzisiert. Dem BR sagte eine Sprecherin, Söder habe sich auf die Beschlusslage für den ab Montag verlängerten und verschärften Lockdown bezogen, nicht aber eine Verlängerung oder Vertiefung eines Lockdowns für die Zeit nach dem 31. Januar gefordert. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

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