BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Söder bekräftigt: Keine Ausnahmen für nächtliche Christmetten | BR24

© picture alliance / dpa | Felix Hörhager

Jesukind-Figur liegt in einer Grippe in einer Kirche

Per Mail sharen

    Söder bekräftigt: Keine Ausnahmen für nächtliche Christmetten

    Der Regensburger Bischof hatte - wie viele seiner Kollegen - auf eine Ausnahmeregelung für Christmetten bezüglich der Ausgangssperre ab 21 Uhr gehofft. Vergeblich. Die Staatsregierung hat jetzt offiziell bestätigt, dass es keine Ausnahme geben wird.

    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Nun ist es offiziell: An Heiligabend gilt in Bayern auch für Kirchgänger, dass sie um 21 Uhr daheim sein müssen. Christmetten, die bis nach 21 Uhr geplant wären, dürfen aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre nicht stattfinden. Eine von den katholischen Bischöfen Bayerns erbetene Ausnahmeregelung für den 24. Dezember wird es nicht geben. Diese bereits in Söders Regierungserklärung am Dienstag im Landtag angekündigte Maßnahme, wurde nun auch schriftlich bestätigt.

    Regensburger Bischof hoffte bis zuletzt

    Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hatte dem BR am Dienstag Abend noch gesagt, dass er auf eine Ausnahmeregelung hoffe. Denn gerade eine Entzerrung der Gottesdienste in die Nacht hinein würde die Ansteckungsgefahr verringern, so die Begründung Voderholzers.

    Staatsregierung bleibt hart

    In einem der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegenden Papier sind die Ergebnisse eines von "Kirche und Staat auf Arbeitsebene" geführten Gesprächs am 14. Dezember festgehalten, inklusive der Beschlüsse der Staatsregierung. So heißt es darin, dass bei den gestiegenen Inzidenzzahlen Gottesdienste zwar weiter ein triftiger Grund seien, das Haus zu verlassen, außer zwischen 21 und 5 Uhr. Die nächtliche Ausgangssperre gelte auch für das "gottesdienstliche Leben" an Heiligabend und Silvester. Die Christmetten sollen entweder entfallen oder sie müssen früher stattfinden, wurde entschieden.

    Live-Streams sind erlaubt

    Als einzige Ausnahme sind Live-Streams erlaubt. An ihnen dürfen jedoch nur Hauptamtliche mitwirken, die damit ihrem Beruf nachgingen. Bei Gottesdiensten, für die besonders viele Besucher erwartet werden, bestehe eine Anmeldepflicht. Dies gelte für Gottesdienste im Inneren, aber auch im Freien. Der Staat bestehe aber nicht darauf, dass die Kirchen die angemeldeten Personen beim Einlass in die Kirche namentlich erfassen.

    Kirchen müssen für Einhaltung der Hygieneregeln sorgen

    Die Kirchen müssten aber die Einhaltung ihres Sicherheitskonzepts kontrollieren. Für Freiluftgottesdienste gibt es keine Obergrenze bei der Teilnehmerzahl. Sollten jedoch mehr als 200 Personen erwartet werden, müsse mit den Ordnungsbehörden Kontakt aufgenommen werden. Vokal- und Instrumentalensembles von maximal 10 Personen sind in großen Kirchen zugelassen. Sie müssen aber untereinander und zur Gemeinde mindestens zwei Meter Abstand halten. Rein anlassbezogene Proben der Ensembles für den Gottesdiensteinsatz seien möglich.

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!