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Söder bei "jetzt red i": Maskenpflicht, solange es Corona gibt | BR24

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In der Bürgersendung "jetzt red i" stellte Ministerpräsident Söder klar: Solange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt, gelten Maskenpflicht, Distanzhaltungsgebot und Hygienemaßnahmen.

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Söder bei "jetzt red i": Maskenpflicht, solange es Corona gibt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich bei "jetzt red i" den Fragen der Bevölkerung gestellt. Dabei ging es auch um die Perspektiven bayerischer Betriebe, um die Bildungspolitik und darum, wie lange die Maskenpflicht noch gelten soll.

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Solange es Corona gibt, ohne Medikament und ohne Impfstoff, wird die Maskenpflicht in Bayern bestehen bleiben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder auf Nachfrage vieler Bürger in der Sendung "jetzt red i" angekündigt. Es gebe derzeit keine wirksame Schutzmaßnahme außer Distanzhalten, Hygienemaßnahmen und der Schutzmaske, so Söder.

Söder: Erleichterungen in der Corona-Krise nur unter Auflagen

"Wir haben uns das ja nicht ausgesucht. Man sieht ja, alle Länder der Welt, die anders verfahren, die es nicht so ernst nehmen, haben erschreckende Todeszahlen und erschreckende Situationen in den Krankenhäusern." Das Konzept Bayerns in der Corona-Krise laute daher: Erleichterungen ja, aber mit entsprechenden Auflagen. Diese hießen Distanz, Hygiene und Masken. Nur auf Freiwilligkeit zu setzen, wie man es anfangs versucht habe, habe nicht funktioniert. Man müsse auch die Unvernünftigen mit herannehmen, damit die Vernünftigen geschützt blieben, so Söder.

Perspektive auf Veranstaltungen frühestens ab September

Der Geschäftsführer einer Firma für Veranstaltungstechnik, Thomas Schrey, zeigte sich zufrieden mit den bisherigen finanziellen Hilfen. Die Soforthilfen des Freistaats seien schnell angekommen. Ohne die Erlaubnis zu Veranstaltungen fehle seiner Firma aber die Perspektive. Wann das der Fall sein würde, konnte Söder nicht sagen. Frühestens ab dem 1.9. könne man sich wieder Messe-Veranstaltungen vorstellen, allerdings nur, wenn im Herbst keine Verschlechterung der Infektionszahlen auftrete.

Fridays for Future unzufrieden über Kaufprämien für Autos

Franziska Sänftl von "Fridays for Future" zeigte sich enttäuscht und wütend über die Milliarden-Hilfen für die Lufthansa ohne Klima-Auflagen – und auch über die Debatte zu Kaufprämien für Autos mit Verbrennermotoren. So könne man die Klimaziele nicht erreichen. Wut sei ein schlechter Ratgeber, entgegnete Söder. Vernunft sei im Moment wichtiger. Natürlich wolle man den Klimaschutz nicht zurückdrehen. Bei Autos stehe die Förderung der Elektromobilität im Vordergrund. Wenn man etwas fördere, dann nur das was weniger Schadstoffe ausstoße, das gelte allerdings auch für Verbrenner. Damit zeigte sich die Aktivistin nicht zufrieden. Auch bessere Verbrenner seien keine Lösung für die Lösung der Klimaprobleme. Man müsse weg vom Individualverkehr.

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Im Zusammenhang mit der Corona-Krise gibt es eine Debatte, um eine neue Autokaufprämie - Markus Söder möchte mit dieser primär Elektromobilität fördern.

"Massive" Investitionen in Schule und Pflege auch nach der Krise

Für zwei Bereiche kündigte der Ministerpräsident an, sie nach der Corona-Pandemie besser aufzustellen. Die Digitalisierung an Schulen und auch die Bezahlung der Pflegekräfte müssten verbessert werden, um auch für künftige Krisen gewappnet zu sein, so Söder. Im Bereich der Schulen sei zwar Geld da, um Hardware wie Computer zur Verfügung zu stellen. Jedoch müssten Lehrerkräfte in neuen Konzepten weitergebildet werden. "Wir müssen da massiv nachlegen", sagte Söder. "Ich glaube, dass auf Dauer diese Form von Unterricht als Ergänzung auch nach der Krise ein ganz wesentliches Moment ist, um zu helfen."

Mehr Geld für Pflegekräfte

Außerdem versprach er eine bessere Bezahlung in der Pflege. Laut Söder soll die Ausbildung verbessert und das Ansehen der sozialen Berufe insgesamt erhöht werden. "Soziale Berufe haben uns in dieser Krise genauso geholfen wie hoch entwickelte Spezialisten in anderen Bereichen", sagte er. Dies müsse sich "dauerhaft" im Honorar zeigen, nicht nur durch Beifall. "Da können Sie bei mir hundertprozentig sicher sein."

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