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Söder an US-Regierung: "Respekt ist keine Einbahnstraße" | BR24

© BR / Lorenz Storch

Söder bei Wiedereröffnung Amerikahaus

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Söder an US-Regierung: "Respekt ist keine Einbahnstraße"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat an die US-Regierung appelliert, künftig für "weniger Überraschungen" und mehr "Planbarkeit" zu sorgen. Auch den angekündigten Truppenabzug aus Deutschland kritisierte er deutlich.

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält das deutsch-amerikanische Verhältnis für "etwas abgekühlt" - und hat sich deutlich von US-Präsident Donald Trump abgegrenzt. "Respekt ist keine Einbahnstraße", sagte Söder am Montag bei der Wiedereröffnung des sanierten Amerikahauses in München. "Wir erhoffen uns sehr, dass in Stil und Inhalt in den nächsten Monaten eine Verbesserung eintritt: Weniger Überraschungen, vielmehr Planbarkeit. Mehr Gemeinsames statt Einsames."

Damit spielte Söder unter anderem auf den angekündigten Abzug amerikanischer Soldaten aus Deutschland an. Bayern hoffe sehr, dass so wenige Soldaten wie möglich abgezogen werden, betonte Söder. US-Präsident Trump hatte den angekündigten teilweisen Abzug auch als Strafe für die seiner Ansicht nach unzureichenden deutschen Verteidigungsausgaben dargestellt.

Söders Eindruck: "mehr Distanz als Nähe"

Dazu erklärte Söder: Die Nato sei eine Wertegemeinschaft und kein Dienstleistungsvertrag. Zwar sei es natürlich zulässig, etwas zu kritisieren und sich mehr zu wünschen. Aber das sollte in einer solch freundschaftlichen Art und Weise passieren, "dass man nicht den Eindruck hat, dass da mehr Distanz statt Nähe im Vordergrund steht".

Die Beziehungen zu den USA bezeichnete der CSU-Chef grundsätzlich als "emotionale Freundschaft". Es gebe einen engen Austausch in Wirtschaft und Wissenschaft, und auch zwischen den Streitkräften. Die Freundschaft sei allerdings "etwas abgekühlt" und müsse wiederbelebt werden. "Es gilt schon: Alte Liebe rostet nicht. Aber wir können noch ein bisschen mehr dafür tun, dass es wieder zu einem neuen Honeymoon wird." Auch wenn das zwar noch ein wenig dauern werde, sei man dazu bereit, betonte Söder.

Amerikahaus: Freistaat hat Sanierung bezahlt

Anlass des Termins war die Wiedereröffnung des Amerikahauses in der Landeshauptstadt nach vierjähriger Generalsanierung. Aus der Finanzierung des Hauses hatte sich die US-Regierung bereits im Jahr 1997 zurückgezogen. Inzwischen finanziert der Freistaat die kulturelle Arbeit des Amerikahauses. Bayern hat auch die Generalsanierung des Gebäudes aus den 1950er-Jahren bezahlt - mit 27 Millionen Euro.

mit Informationen von dpa

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