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So war der erste Tag der Grenzöffnung in Bayerisch Gmain | BR24

© BR/Christine Haberlander

Sie ist wieder offen, zumindest tagsüber, die Grenze zwischen dem oberbayerischen Bayerisch Gmain und Großgmain im Salzburger Land. Statt kilometerlanger Umwege einfach wieder übers Grenzbacherl fahren, radeln oder gehen. Eindrücke vom ersten Tag.

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So war der erste Tag der Grenzöffnung in Bayerisch Gmain

Sie ist wieder offen, zumindest tagsüber, die Grenze zwischen dem oberbayerischen Bayerisch Gmain und Großgmain im Salzburger Land. Statt kilometerlanger Umwege einfach wieder übers Grenzbacherl fahren, radeln oder gehen. Eindrücke vom ersten Tag.

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Endlich ist die Grenze zwischen den beiden Orten Bayerisch Gmain im Berchtesgadener Land und Großgmain im Salzburger Land wieder offen. Einspurig und nur tagsüber, aber immerhin. Polizeibeamte stehen an diesem Mittwochmorgen an der Straße und kontrollieren genau, wer den Freistaat verlässt und wer einreisen will.

Unter den ersten, die wieder nach Bayern dürfen, ist ein Großgmainer: Er fährt mit seiner Frau nach Bad Reichenhall – ein dringender Zahnarztbesuch. "Das ist eine Riesenerleichterung für uns", sagt er und freut sich schon, demnächst Familie und Freunde in Oberbayern wiedersehen zu können.

Leider am falschen Pendlerübergang

Am Vormittag klappt der kleine Grenzverkehr nahezu reibungslos. Nur einige wenige werden zurückgewiesen, weil sie keine Bescheinigung dabei haben oder woanders hinwollen als in die drei festgelegten Gemeinden Großgmain, Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall. Deshalb kommt leider eine Autofahrerin, die in Wals im Salzburger Land arbeitet, in Zeitdruck. Sie muss einen anderen Pendlerübergang nutzen.

© BR/Christine Haberlander

Wer darf wann über die Grenze?

Wochenlang 20 Kilometer Umweg auf dem Rad

Auch Gertrude Bendel wohnt in Bayern und pendelt auf die österreichische Seite. Bis vor ein paar Wochen brauchte die Altenpflegerin bis zu ihrer Arbeitsstelle gerade einmal fünf Minuten mit dem Fahrrad. Doch dann kam die Grenzschließung wegen Corona. Ab diesem Zeitpunkt brauchte die Frau aus Bayerisch Gmain starke Nerven und Kondition. Sie musste einen Umweg von 20 Kilometern radeln – jeweils hin und zurück. Heilfroh sei sie, dass das nun vorbei sei.

Sebastian Schönbuchner kennt zahlreiche ähnliche Geschichten. Deshalb hat sich der Bürgermeister von Großgmain schon vor Wochen für eine Grenzöffnung für direkte Anwohner eingesetzt. Er freut sich vor allem mit den Schulkindern.

Vereinsleben leidet weiter

Auch sein bayerischer Amtskollege Armin Wierer hofft nun, dass es bald wieder so wird wie vor der Corona-Krise. Das sei auch für die Vereine wichtig. Sie haben Mitglieder aus beiden Gemeinden. Und den Sportplatz teilen sich Bayerisch Gmain und Großgmain auch.

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