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So viel Müll liegt entlang der A3 | BR24

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Was Menschen an den Autobahnparkplätzen hinterlassen, ist teils unglaublich: Da wird in die Landschaft geschmissen, was das Zeug hält - und das, obwohl Abfalleimer in nächster Nähe vorhanden wären. Unterwegs mit der Autobahnmeisterei...

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So viel Müll liegt entlang der A3

Plastik, Farbeimer und jede Menge Toilettenpapier: Mitarbeiter der Autobahnmeisterei beobachten, dass Auto- und Lastwagenfahrer von Tag zu Tag mehr Müll auf den Rasthöfen und Parkplätzen an der A3 abladen.

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Ihr Arbeitsplatz ist dort, wo täglich tausende Pendler, Urlauber und andere Reisende entlangfahren. Michael Kowalewski und seine Kollegen von der Autobahnmeisterei Neumarkt in der Oberpfalz sorgen für Sauberkeit und Sicherheit auf der A3. Täglich sind die Straßenwärter zwischen Nürnberg und Parsberg auf einer der meist befahrenen Autobahnen des Landes unterwegs. Kurz vor 7 Uhr beginnt Kowalewskis Schicht. Seine Aufgabe: Zusammen mit seinen Kollegen Julian Ottinger und Manfred Lang die Autobahnparkplätze und Rasthöfe von Müll befreien.

Von Tag zu Tag mehr Müll

Es ist eine Sisyphusarbeit. Kowalewski, der seit vier Jahren bei der Autobahnmeisterei arbeitet, beobachtet, dass die Auto- und Lastwagenfahrer von Tag zu Tag mehr Müll auf den Rasthöfen entlang der A3 abladen.

"Es ist manchmal katastrophal. Wir sind teilweise vier Stunden beschäftigt, um einen Parkplatz zu reinigen." Michael Kowalewski

Zunächst geht es für die Straßenwärter an jenem Tag von Neumarkt aus in Richtung Nürnberg. Wenige Kilometer von der Autobahnmeisterei entfernt, halten sie am ersten Parkplatz an. Es liegt Gestank in der Luft, der Rasen neben dem Parkplatz ist von Müll übersät.

"Besonders schlimm ist es auf Parkplätzen ohne öffentliche Toiletten, da finden wir überall die Hinterlassenschaften. Wir müssen aufpassen, wo wir hintreten." Michael Kowalewski

Trotzdem strömen die drei Straßenwärter mit ihren Müllsäcken aus und sammeln den Müll der Auto- und Lastwagenfahrer ein.

Sondermüll kurz vor Feierabend

Nach rund 30 Minuten steuern die Straßenwärter den nächsten Parkplatz an. Dieses Mal ist es ein Großparkplatz mit vielen Lastwagenstellplätzen. Das Bild ist ähnlich: Sowohl auf dem Rasen am Rand des Parkplatzes als auch auf diesem selbst findet sich allerhand Müll. "Ich verstehe einfach nicht, warum die Leute zu faul sind, ihren Dreck in den Müllcontainer zu schmeißen. Es gibt ja genug Mülleimer", sagt Kowalewski.

Insgesamt acht Parkplätze reinigen die drei Straßenwärter an jenem Tag. Der schlimmste Fund kommt kurz vor Feierabend, als die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei drei Farbeimer entdecken. "Die haben hier nichts verloren, wir müssen sie jetzt mitnehmen und richtig entsorgen", erklärt Kowalewski. Das Problem mit den Farbeimern: Farbe gehört nicht in den Restmüll, sondern ist Sondermüll, der fachgerecht entsorgt werden muss.

Mülltonnen bleiben ungenutzt

Nach fünfeinhalb Stunden beenden die Straßenwärter ihren Arbeitstag. Für sie ist es der alltägliche Wahnsinn gewesen, den sie zweimal die Woche beim Reinigen der Parkplätze erleben. "Es sah schon deutlich schlimmer aus als heute", resümiert Kowalewski.

Dennoch haben er und seine Kollegen allerhand Müll eingesammelt. Müll, den sie nicht einsammeln müssten, wenn jeder Autofahrer seinen Dreck in einer der vielen Tonnen auf den Parkplätzen entsorgen würde. "Es wird zwar immer nach Umweltschutz gerufen, aber bei vielen ist das noch nicht angekommen. Es wäre schön, wenn die Fahrer die Mülltonnen nutzen würden und ihren Dreck nicht daneben schmeißen würden", wünscht sich Kawalewksi.

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Zigarettenstummel, Papier: Müll auf der A3

© BR/Caroline von Eichhorn

Plastik, Farbeimer und jede Menge Toilettenpapier: Mitarbeiter der Autobahnmeisterei beobachten, dass Auto- und Lastwagenfahrer von Tag zu Tag mehr Müll auf den Rasthöfen und Parkplätzen an der A3 abladen.