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So stemmt sich Tirschenreuth gegen Abwanderung

Städte wie Regensburg und München platzen aus allen Nähten. Gleichzeitig leiden ländliche Regionen in Bayern unter Abwanderung. Die Kommunen haben reagiert: Die Stadt Tirschenreuth zum Beispiel schafft es gut, ihre Einwohnerzahl stabil zu halten.

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Bürgermeister Franz Stahl (CSU) zeigt sich zufrieden, wenn er auf die neueste Einwohnerstatistik schaut: Knapp 8.900 Bürger zählt die Stadt Tirschenreuth. Sorge bereitet ihm zwar die Diskrepanz zwischen Geburten und Sterbefällen - aber die Entwicklung von Zu- und Wegzügen liest sich ganz gut. In Spitzenzeiten, vor knapp zehn Jahren, haben 400 Menschen die Stadt verlassen. Die Kreisstadt hat reagiert, ein neues Stadtentwicklungskonzept und ein eigenes Familienförderprogramm aufgelegt.

Geld pro Kind

Wer in der Stadt eine Wohnung kauft oder Haus baut, bekommt pro Kind einen Zuschuss von der Stadt: 1.500 Euro fürs erste Kind, 2.000 fürs zweite und nochmal 500 Euro für jedes weitere Kind. In Tirschenreuth gibt es sämtliche Schularten und ausreichend Kita-Plätze. "Ganz wichtig ist für junge Familien auch der medizinische Bereich. Wir sind zum Glück noch ganz gut aufgestellt, haben ein Krankenhaus und genügend Hausärzte", sagt Bürgermeister Stahl.

Wirtschaft brummt

Ohne die Hilfe des Freistaates würde Tirschenreuth nicht so gut dastehen wie jetzt. Die Gartenschau 2013 wertete das Stadtbild immens auf. Und die Behördenverlagerung war ein Schub auch für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung. "Wir sind in der nördlichen Oberpfalz nach der Stadt Weiden die Stadt mit den meisten Arbeitsplätzen - wir haben weltweite Unternehmen am Ort", schwärmt Stahl.

Wer Kultur einer Großstadt haben möchte, muss sich ins Auto setzen. In gut einer Stunde erreicht man Regensburg und Bayreuth, in zwei Stunden Prag und München.