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Das gab's noch nie: Am Montagnachmittag startet die Vierschanzentournee 2020 - zum ersten Mal ohne Zuschauer. Welche Folgen das für den Ort hat.

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So startet Oberstdorf im Corona-Jahr in die Vierschanzentournee

Am Nachmittag startet die Vierschanzentournee 2020 - wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal ohne Zuschauer. Welche Folgen das für den Ort hat.

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Von
  • Andreas Herz
  • Anna Klein

Das Training der Athleten ist der traditionelle Startschuss für die Vierschanzentournee. Zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Dreikönigstag finden die Wettkämpfe an den vier Schanzen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkichen, Innsbruck und Bischofshofen statt. Gesprungen wird von diesen Schanzen auch in dieser Saison – allerdings wegen der Corona-Krise unter komplett anderen Umständen.

Geisterstadt statt Tourneefeeling: 10 Millionen Euro Umsatzverlust

Normalerweise wären bei der Eröffnungsfeier tausende Zuschauer in der Oberstdorfer Arena am Schattenberg. Dieses Jahr bleiben die Ränge leer. Weil derzeit keine Urlaubsgäste nach Oberstdorf dürfen, fehlen die Fans, die zum Beispiel aus Norwegen, der Schweiz oder Österreich angereist wären. So gleicht auch der Ort selbst gerade einer Geisterstadt, so Tourismusdirektor Frank Jost.

Kleinere Pensionen haben komplett geschlossen, die großen Hotels können immerhin mit Übernachtungsgästen aus dem Athletentross rechnen. Die Verluste gleiche das längst nicht aus, so Jost. In der Hochsaison wären die 16.000 Gästebetten in Oberstdorf komplett belegt. Heuer verzeichnen die Betriebe hingegen einen Umsatzverlust von 10 Millionen Euro.

Vierschanzentournee ohne echte Zuschauer

Die Skisprung-Fans fehlen nicht nur der Gemeinde, sondern auch den Sportlern. Denn auch die Ränge unterhalb der Schanze bleiben dieses Jahr leer. Damit die Athleten nicht in ein leeres Stadion springen müssen, ließen sich die Organisatoren um Florian Stern etwas einfallen.

Statt der 25.000 echten Fans stehen auf den Rängen jetzt 350 Pappaufsteller – zumindest die Fernsehübertragung vermittelt so ein wenig Tournee-Feeling.

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Erstmals in der Geschichte der Vierschanzen-Tournee wird es keine Zuschauer in den Ski-Sprung-Stadien geben - leere Ränge in Garmisch, Innsbruck, Bischofshofen und natürlich auch in Oberstdorf! Aber da will man wenigstens Pappbesucher haben ...

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