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So nützlich ist das "Unkraut" in unseren Ortschaften | BR24

© BR/Christine Meder

In unserer oft bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. Wie wichtig es ist, auch in der Stadt "wilde Ecken" sich selbst zu überlassen, das zeigt eine Radltour mit dem Bund Naturschutz.

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So nützlich ist das "Unkraut" in unseren Ortschaften

In unserer oft bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. Wie wichtig es ist, auch in der Stadt "wilde Ecken" sich selbst zu überlassen, zeigt jetzt eine Ausstellung des Bund Naturschutz.

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Die Ausstellung ist derzeit im Klinikum Rosenheim zu sehen, aber noch besser kann man die Pflanzen natürlich draußen beobachten. Mit Ursula Fees und Peter Wiedeburg vom Bund Naturschutz ist BR-Reporterin Julia Binder mit dem Fahrrad in der Rosenheimer Innenstadt unterwegs. Autos, Baustellen, Straßen, Beton, Pflastersteine, Häuserblocks – und doch gibt es die wichtigen Lebensräume für Wildpflanzen auch hier, mitten in der Stadt. Oft geht oder fährt man achtlos an ihnen vorbei, zum Beispiel an Gartenzäunen, am Wegesrand.

Blüten für Hummeln und Bienen

Viele Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen sitzen auf den esslöffelgroßen rosa Blüten einer blühenden Malve. Jetzt, Mitte August, sind die Insekten verzweifelt auf der Suche nach Nektar und Pollen. Es blüht einfach nicht mehr viel.

Grün zwischen Beton und Teer

Die sogenannten Ruderalpflanzen besiedeln vom Menschen geschaffene Standorte. Also zum Beispiel Bordsteinkanten, Schutthaufen, Regenrinnen, alte Mauern, Rasenpflaster. Schon die kleinsten Spalten, zum Beispiel zwischen einem Radlständer und einer Mauer, reichen aus für ein paar Samen.

Heilkräuter, die Staub binden

Oft wirken die Pflanzen wie Unkraut. Dabei sind sie in Wirklichkeit Multitalente, nicht nur wichtige Nahrung für Insekten, sondern teilweise auch Heilpflanzen wie die Scharfgarbe, der Spitz- und Breitwegerich oder der Dost.

Diese kleinen Grünflächen binden sehr viel Staub, der ringsum aufgewirbelt wird, sagt Naturschützer Peter Wiedeburg. Außerdem sind solche kleinen Grünflächen, wie zum Beispiel Rasenpflaster, auch Hochwasserschutz, weil das Wasser versickern kann und nicht in die Kanalisation abläuft. Wo viele Insekten sind, fühlen sich aber auch Insektenfresser wohl, also Spinnen, Mäuse, Eidechsen und Fledermäuse.

© BR

In unserer meist bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. Eine Ausstellung des Bund Naturschutz zeigt, wie wichtig es ist, auch in der Stadt "wilde Ecken" sich selbst zu überlassen.

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Autor
  • Julia Binder
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