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© Norbert Steiche/BR-Mainfranken
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Vor dem ersten Schultag herrscht Hochbetrieb an den bayerischen Schulen. Wegen der Corona-Pandemie gilt den Hygienekonzepten besondere Aufmerksamkeit. Das gilt auch für das Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt.

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So läuft der Schulstart am Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt

Vor dem ersten Schultag herrscht Hochbetrieb an bayerischen Schulen. Wegen der Corona-Pandemie gilt den Hygienekonzepten besondere Aufmerksamkeit. Das Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt hat sich einige Gedanken gemacht und fühlt sich gut vorbereitet.

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Von
  • Norbert Steiche

Am Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt im Landkreis Haßberge laufen vor dem ersten Schultag die letzten Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Wegen der Corona-Pandemie wird es ein ganz anderer Schulstart, als in den vergangenen Jahren. Hausmeister Patrick Stöhr muss noch Tische und Stühle in den Klassenzimmern auf Abstand bringen. Am ersten Schultag wird er dann mit seinem Kollegen der Realschule zwei Eingänge zum von beiden Schulen gemeinsam genutzten Schulhaus kontrollieren. Beim Betreten müssen alle Schülerinnen und Schüler Mund-Nasen-Masken tragen und ihre Hände desinfizieren. Das Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt besuchen knapp 1.050 Schülerinnen und Schüler.

Mund-Nasen-Maskenpflicht für alle – auch während des Unterrichts

Mund-Nasen-Maskenpflicht gilt in den ersten neun Schultagen für alle. Auch im Unterricht. Und damit die Schüler auch die Mimik ihrer Lehrer sehen, hat die Schule neu zugelassen Klarsicht-Masken für die Lehrer bestellt.

Bislang ist noch kein Antrag eingegangen, dass Schüler aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen könnten. Es werden also alle Masken tragen. Die Schulleitung versucht die Schülerinnen und Schüler weitgehend voneinander zu trennen, um Ansteckungen zu vermeiden und Infektionsketten möglichst klein zu halten. So sind zum Beispiel die Elft- und Zwölftklässler jeweils auf eigenen Ebenen.

Erstmals seit 15 Jahren wieder feste Klassenzimmer

Es gibt für die Klassen auch wieder feste Klassenzimmer. Das war vor rund 15 Jahren geändert worden. Damals wurden sogenannte Lehrer-Zimmer geschaffen. Das heißt: Lehrer hatten sich ihre Zimmer entsprechend ihrer Ansprüche gestaltet und die Schüler mussten in die Zimmer der Lehrer "wandern". Nun "wandern" die Lehrerinnen und Lehrer wieder von Stunde zu Stunde in die festgelegten Klassenzimmer.

Unterschiedliche Pausenzeiten sollen für leerere Pausenhöfe sorgen

Unterschiedliche Ankunftszeiten für Schüler an der Schule gibt es nicht, weil die Schulbustaktung nicht komplett neu organisiert werden konnte. Es gibt aber unterschiedliche Pausentaktungen. Das funktioniert so: Der Unterricht in der 2. und der 4. Stunde ist statt 45 Minuten 60 Minuten lang. Genau in dieser Stunde können die Lehrer entscheiden, wann sie 15 Minuten Pause einschieben. Das hat laut Schulleiterin Maria Eirich auch im vergangenen Schuljahr gut funktioniert und die Klassen haben sich im Gebäude oder auch auf dem Schulgelände außerhalb mit jeder Menge Abstand verteilen können.

Alle Lehrkräfte auf Corona getestet

Bislang sind auch alle rund 100 Lehrer an Bord. Sie haben sich vor dem Schulstart Corona-Tests unterzogen. Für den Fall, dass ein Lehrer keinen Präsenzunterricht halten kann, gibt es schon Ideen: Der Lehrer könnte per Videostream über Beamer oder sogenannte "White Boards" in den Unterricht zugeschaltet werden und so Lerninhalte vermitteln. "Wir wollen unter allen Umständen eine Schulschließung verhindern", sagte Schulleiterin Maria Eirich dem BR. Falls es jedoch wieder zu einer Schulschließung kommen würde, sei ihre Schule für Unterricht und Lernen von zu Hause aus aber dennoch gut aufgestellt, sagte Eirich.

Gymnasium hat Leih-Geräte für Home Schooling angeschafft

So seien über einen Fördertopf zusätzlich 60 Laptops und 30 Tablets angeschafft worden. Alle 149 Fünftklässler seien von ihren Eltern mit Tablets ausgestattet worden. So gebe es bei einer Schulschließung genügend Geräte mit denen auch die Schüler ausgestattet werden könnten, die keine entsprechenden Geräte zu Hause haben.

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