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So ist die Hochwasserlage in Bayern | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer/dpa

Die Landstraße in Richtung Gleisdorf steht unter Wasser

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    So ist die Hochwasserlage in Bayern

    Hochwasser behindert in einigen Teilen Bayerns die Schifffahrt oder sorgt für überflutete Straßen. An der Baustelle für die Isar-Renaturierung in Landau gab es zudem einen Dammbruch. Die Lage in Bayern hat sich insgesamt entspannt.

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    Früher als geplant wurde ein neu ausgebaggerter, gut einen Kilometer langer Nebenarm der Isar in Landau durch Hochwasser geflutet. Dieser war mit einem künstlich anlegten Damm gesichert und sollte in den nächsten Wochen kontrolliert geflutet werden. Das Isarhochwasser hat den Damm nun überströmt, weggespült und das neue Flussbett vorzeitig geflutet, wie eine Sprecherin des Wasserwirtschaftsamtes auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigte.

    Zu diesem Zeitpunkt habe die Behörde aber schon geplant gehabt, den Damm vorzeitig wegen des Hochwassers zu öffnen, die Isar sei aber schneller gewesen. Es habe zu keiner Zeit eine Gefahr an der Baustelle bestanden, weil die Bauarbeiten wegen des Isarhochwassers eingestellt waren und auch die Baufahrzeuge zuvor in Sicherheit gebracht worden waren.

    Folgen des Dammbruchs noch unklar

    Was der Dammbruch für die weiteren Arbeiten an dem Millionenprojekt bedeutet, könne man erst nach dem Abfluss des Isarhochwassers abschätzen. Bei dem 1,2 Millionen Euro teuren, von der EU mitfinanzierten Projekt wird die weitgehend kanalisierte Isar wieder zu einem naturnahen Fluss zurückgebaut. Kernstück der Flussrenaturierung ist neben der Schaffung von Flachwasserzonen und Kiesstränden die Anlage eines neuen Nebenarms der Isar. Dieser rund 600 Meter lange, neue Flussarm wurde jetzt durch das Hochwasser vorzeitig geflutet.

    Die Baustelle ist zwar ohnehin abgesperrt, das Wasserwirtschaftsamt mahnt aber, dass sich Spaziergänger auch an die Absperrungen halten. Durch das Hochwasser und den weggespülten temporär angelegten Damm sie das Ufergelände dort aufgeweicht.

    Donaufähre stellt wegen Hochwasser Betrieb ein

    Auch die Oberpfalz hat ein wenig mit Hochwasser zu kämpfen. Die Donaufähre "Posching" stellte zwischen Stephansposching und Mariaposching vorerst ihren Betrieb ein. Nach Angaben des Landratsamts Straubing-Bogen kann die Fähre voraussichtlich bis Freitag nicht fahren.

    Meldestufe 2 in Regensburg wie erwartet

    Der Scheitel der Hochwasserwelle auf der Donau läuft seit Mittwochmittag durch Kelheim und hat am Nachmittag auch Regensburg erreicht. In Kelheim gilt Meldestufe 3, das heißt Donauauen, Felder aber auch Straßen sind überflutet, vereinzelt stehen auch Gebäude im Wasser. In Regensburg dürfte der Pegelstand über die Meldestufe 2 nicht mehr hinausgehen, sagte ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes in Regensburg. In den Nachtstunden werden hier die Pegelstände allmählich zurückgehen. In Straubing wird der Scheitel der Donauhochwasserwelle für den Abend erwartet. Auch hier wird aber die Meldestufe 3 aller Voraussicht nach nicht erreicht werden, sagt der Hochwassernachrichtendienst; gleiches gilt für Deggendorf und in Passau bleibt es sogar nur bei Meldestufe 1, also leichte Ausuferungen der Donau. Die Experten der Wasserwirtschaftsämter sprechen von einem normalen Winterhochwasser. Insgesamt entspannt sich die Hochwasserlage in Bayern wieder, hieß es.

    Rheinland-Pfalz: Zeller Innenstadt droht zu überfluten

    Schwierig ist die Lage dagegen an der Mosel in Rheinland-Pfalz. Die Innenstadt von Zell droht überflutet zu werden. Derzeit reiche das Wasser bis auf zehn Zentimeter an das obere Ende der Schutzmauer heran, heißt es von der Polizei. Die Bewohner der Innenstadt räumten vorsorglich ihre Keller aus.

    Weiter flussabwärts sollte das Wasser am Morgen noch weiter steigen. Zwischen Cochem und Koblenz wurden mehrere Abschnitte von zwei Bundesstraßen gesperrt, außerdem bauten mehrere Städte Schutzanlagen gegen das Hochwasser auf.

    In Bayern und Baden-Württemberg gab es dagegen in der Nacht auf Mittwoch durch das vorangegangene stürmische und regnerische Wetter keine Spätfolgen mehr, wie es von den Polizeieinsatzzentralen aus den beiden Ländern hieß.

    Aktuelle Infos beim Hochwassernachrichtendienst Bayern

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