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So funktionieren die Corona-Selbsttests an Schulen | BR24

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Ab Montag sollen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte verpflichtend zweimal die Woche auf das Coronavirus getestet werden. Unabhängig von der Inzidenz, per Selbsttest in den Schulen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

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So funktionieren die Corona-Selbsttests an Schulen

Ab Montag sollen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte verpflichtend zweimal die Woche auf das Coronavirus getestet werden. Unabhängig von der Inzidenz, per Selbsttest in den Schulen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

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Von
  • Stefanie Wagner
  • BR24 Redaktion

Am heutigen Freitag will das Kultusministerium Details zur neuen Corona-Testpflicht an bayerischen Schulen bekannt geben. Vorab beantworten wir hier die wichtigsten Fragen.

Gibt es genügend Tests für alle Schulen?

Ja, sagt Kultusminister Michael Piazolo (FW). Er ist zuversichtlich, dass pünktlich zum Schulstart am Montag genug Testmöglichkeiten an den Schulen zur Verfügung stehen:

"Wir haben 17,6 Millionen Tests an die Landratsämter verschickt. Das müsste reichen." Michael Piazolo, bayerischer Kultusminister

Nach aktuellen Schätzungen seines Ministeriums werden pro Woche etwa 4,1 Millionen Tests benötigt, um Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zweimal die Woche testen zu können. Derzeit werden Selbsttests von drei verschiedenen Herstellern an die Schulen verteilt:

  • CLINITEST Rapid COVID-19 Self-Test von Siemens
  • SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test zur Selbstanwendung von Roche
  • Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card von Technomed Service GmbH (bzw. Boson)

Wann und wie wird getestet?

Die Schülerinnen und Schüler testen sich unter Aufsicht der Lehrkräfte selbst. Die Tests sollen zu Beginn des Schultags durchgeführt werden, um einen längeren Kontakt potenziell Infizierter mit anderen Personen zu vermeiden. In der Regel wird dies also zu Beginn der ersten Stunde der Fall sein.

Laut Kultusministerium wäre es auch denkbar, dass die Schülerinnen und Schüler schon etwas früher ins Klassenzimmer kommen, um den Test bereits vor Unterrichtsbeginn durchzuführen. Insgesamt wird mit 15 bis 20 Minuten Zeitaufwand gerechnet, bis die Ergebnisse feststehen.

Wie hoch ist die Infektionsgefahr?

Der Zeitraum, in dem die Maske für die Testdurchführung abgenommen werden muss, beträgt laut Kultusministerium nicht einmal eine Minute. Dennoch sollte in diesem Zeitraum der Abstand untereinander konsequent eingehalten und gut gelüftet werden.

Für die übrigen Testschritte kann und soll die Maske getragen werden. Insofern ist auch nach Einschätzung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nicht von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen.

Müssen sich Schüler in der Schule testen?

Laut Angaben des Kultusministeriums dürfen – unabhängig von der Inzidenz in der jeweiligen Region – ab Montag (12. April) nur Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen, die in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alternativ darf auch ein aktueller, negativer Covid-19-Test vorgezeigt werden (PCR- oder POC-Antigenschnelltest). Dieser muss durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt werden und darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Solche Tests können etwa in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder Apotheken durchgeführt werden. Antigen-Schnelltests sind in Bayern derzeit einmal pro Woche kostenfrei möglich. Wichtig: Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht nicht aus. Dies gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.

Wie wird bei positivem Testergebnis weiter verfahren?

Zeigt der Selbsttest ein positives Ergebnis an, kann die betroffene Schülerin oder der betroffene Schüler nicht am Unterricht teilnehmen, sondern wird - je nach Alter - von den Erziehungsberechtigten abgeholt oder nach Hause geschickt. Zudem wird das örtliche Gesundheitsamt über das Ergebnis informiert.

Dazu schreibt das Kultusministerium: "Der Selbsttest wird in der Regel im Beisein vertrauter Personen durchgeführt (Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte der Klasse). Der Umgang mit Selbsttestergebnissen erfordert daher von allen Beteiligten einen sensiblen Umgang, ähnlich wie beim Umgang mit Noten, wenn die Lehrkraft z. B. eine korrigierte Schülerarbeit aushändigt."

Ein positives Testergebnis lasse zudem keinen zwingenden Rückschluss auf eine tatsächliche Coronavirus-Infektion zu, da auch ein "falsch-positives" Testergebnis vorliegen kann. Daher wird nach jedem positiven Testergebnis und der anschließenden Meldung an das Gesundheitsamt, ein PCR-Test angeordnet, um das Ergebnis des Selbsttests zu überprüfen.

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