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Der Sensor des Nürnberger Start-ups "Sentinum" kann den Wasser- und Nährstoffgehalt im Boden messen.

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So arbeitet eine Start-up-Schmiede für mehr Nachhaltigkeit

Hightech und neue Ideen für eine nachhaltigere Zukunft: Auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg ist die Start-up-Schmiede "NKubator" eingezogen. Hier tüfteln junge Gründerinnen und Gründer - zum Beispiel an einem Hochwasser-Sensor.

Der Roboter des Nürnberger Start-ups "Sciprios" trägt präzise eine Lösung auf ein Glasplättchen auf und lässt dieses rotieren. So werden nacheinander Schichten aufgebaut, die teilweise nur wenige Nanometer messen – also um ein Vielfaches dünner sind als ein Haar, erklärt Start-up-Gründer Tobias Stubhan.

Seine Erfindung kommt bei der Entwicklung neuer Solarzellen zum Einsatz. Diese werden mittlerweile auch auf dünne und flexible Folien gedruckt. Mit dem Roboter können unterschiedliche Beschichtungen schnell getestet werden.

NKubator bietet Zugang zu Hightech-Laboren

Das Start-up entwickelt und baut den Roboter in Nürnberg und ist Teil des NKubators, einer Start-up-Schmiede für grüne Technologien. Vor einem Jahr ging das Gründerzentrum NKubator an den Start. Es hat seine Räume auf dem ehemaligen AEG-Gelände und profitiert dort von der Nähe zur Friedrich-Alexander-Universität und dem Energie-Campus. "Wir sind bestens vernetzt und können die Werkstätten und Hightech-Labore mit nutzen", sagt die Leiterin des NKubators, Andrea Sieglitz-Hoepffner. Zwei Jahre lang werden die jungen Gründerinnen und Gründer begleitet. Zudem können sie günstig Räume im NKubator anmieten.

Digitale Landwirtschaft: Sensoren messen Wassergehalt

In ein großes Büro ist das Start-up "Sentinum" eingezogen. Das junge Unternehmen entwickelt unterschiedliche Sensoren. Einer der Sensoren misst den Wasser- und Nährstoffgehalt sowie die Temperatur im Boden. Die Technologie können zum Beispiel Landwirte nutzen. "Gerade in der heutigen Zeit, in der der Rohstoff Wasser knapp ist, ist es wichtig, diesen optimal zu nutzen und zum bestmöglichen Zeitpunkt die Felder zu bewässern und zu düngen", sagt Sentinum-Gründer Johannes Ollech.

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Ein Sensor, der Leben retten kann

Ein anderer Sensor des Start-ups könnte im Katastrophenfall wiederum Leben retten, denn er misst die Pegelstände bei Flüssen. Mehrere dieser Sensoren sind zum Beispiel Teil des Frühwarnsystems der Stadt Passau, die 2013 zuletzt großflächig überflutet wurde.

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