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Skiunfall am Brauneck: 12.000 Euro Schmerzensgeld vorgeschlagen | BR24

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Das Landgericht München hat am Dienstag im Prozess um einen Skiunfall am Brauneck einen Vergleich vorgeschlagen. Der Kläger soll 12.000 Euro bekommen, falls der Liftbetreiber zustimmt.

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Skiunfall am Brauneck: 12.000 Euro Schmerzensgeld vorgeschlagen

Das Landgericht München hat im Prozess um einen Skiunfall am Brauneck einen Vergleich vorgeschlagen. Der Kläger, der sich vor gut zwei Jahren beim Ausstieg aus dem Sessellift verletzte, soll 12.000 Euro bekommen, falls der Liftbetreiber zustimmt.

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12.000 Schmerzensgeld soll ein Skifahrer aus Aying von einem Liftbetreiber bekommen. Er war Ende 2017 beim Aussteigen aus einem Sessellift im Skigebiet am Brauneck gestürzt und hatte sich dabei sein Knie stark verletzt. Das Landgericht München II hat sich am Dienstag mit dem Fall beschäftigt und den Vergleich zwischen den beiden Parteien vorgeschlagen.

Zwei Wochen Zeit zur Stellungnahme

Das Geld würde der Skifahrer aus Aying vom Liftbetreiber bekommen, wenn sich dieser auf den Vergleich einlässt. Zwei Wochen hat er jetzt Zeit, zu dem Vorschlag Stellung zu nehmen. Ansonsten muss als nächstes der 12-jährige Sohn des Skifahrers aussagen, wie sich der Unfall aus seiner Sicht ereignet hat.

Skifahrer stürzten beim Aussteigen - der Lift lief weiter

Vater und Sohn waren Ende 2017 beim Skifahren am Brauneck. An der Ausstiegsstelle des 4er-Sessellifts auf dem Berg stürzte ein anderer Skifahrer, der vor den beiden im Lift saß. Der Vater konnte seinen Sohn gerade noch zur Seite schieben, stürzte aber dann selbst. Der Lift lief jedoch weiter. Auch die Person im nächsten Sessel stürzte.

Kontrollperson war wohl abgelenkt

Nach Ansicht des Skifahrers hätte der Betreiber den Lift sofort nach dem ersten Sturz anhalten müssen. Der wiederum entgegnet: Die Person im Kontrollhäuschen war anscheinend gerade abgelenkt und habe den Unfall deshalb übersehen. Bei Hochbetrieb sei es nicht immer ganz einfach, jeden Einzelnen, der aussteigt, im Blick zu behalten.